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Sternekoch Maximilian Moser (3. v. r.) mit der Führungsspitze des Hotels Vier Jahreszeiten Starnberg.

Starnberg Herrsching

Gastro-Olymp jenseits der Großstadt

Zwischen München und Garmisch-Partenkirchen halten zwei Restaurants die gastronomische Fahne mit überdurchschnittlichen Leistungen hoch. Beide sind im Landkreis Starnberg angesiedelt.

Starnberg/Herrsching – Das führende deutsche Gastro-Magazin „Der Feinschmecker“ listet jedes Jahr die 500 besten Restaurants in Deutschland auf. In der neuesten Ausgabe des Booklets schreibt die Feinschmecker-Redaktion von einer „Neuordnung der Gastronomielandschaft“. Im positiven Sinne. Neben der Schließung einiger Lokale haben die Tester „spannende Neueröffnungen“ gefunden mit jungen und findigen Köchen.

In München hat das Magazin festgestellt, dass „die Dynamik den Spitzenrestaurants einen regelrechten Schub beschert“ habe. Daher darf sich die Landeshauptstadt zum zweiten Mal in Folge mit dem „Koch des Jahres“ nach Feinschmecker-Weihen schmücken. Heuer hat es der Küchenchef des Restaurants „Atelier“ im Hotel Bayerischer Hof, Jan Hartwig, in den Koch-Olymp geschafft.

Die Entwicklung, dass sich abseits der Großstädte junge Köche in einem kostengünstigeren Umfeld niedergelassen haben, um zur gastronomischen Spitze aufzuschließen, scheint an der Region südlich von München aber spurlos vorbeigeweht zu sein. Zwischen der Landeshauptstadt und Garmisch-Partenkirchen gibt es seit Jahren nur noch zwei Restaurants unter den besten 500 im Feinschmecker – und beide sind im Landkreis: das Chalet am Kiental in Herrsching und das auch Michelin-Stern-geadelte „Aubergine“ im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg.

Den beiden Spitzenrestaurants im Landkreis Starnberg haben die Feinschmecker-Tester jeweils zwei von fünf „F“ zuerkannt, bescheinigen ihnen damit sehr gute Küche, guten Service und angenehmes Ambiente. Im Chalet am Kiental lobt das Gastro-Magazin „das Beste aus der Region…, mal bodenständig, mal raffiniert verfeinert“. Besonders gefallen hat den Testern Ammersee-Saibling mit Gurke, Senf und Dill und bayerisches Weideochsenfilet mit Spinat, Perlzwiebeln und Kartoffeln.

Maximilian Moser, Chefkoch im „Aubergine“ in Starnberg, punktet mit überraschenden Kreationen, indem er Weinbergschnecken mit Staudensellerie, grünem Apfel und Estragon anrichtet. Und „die Jakbobsmuschel wird mit geschmolzenem Kalbskopf, Kartoffel und Kapuzinerkresse zu einem Teller mit raffinierter Würze“, schreiben die Tester. Aufgefallen ist dem Feinschmecker auch, dass in dem Gourmet-Restaurant aufgefrischt wurde, nicht nur in der Küche, sondern auch im Service.

Ansonsten sieht es mau aus zwischen München und den Alpen. Das viele Jahre hochgelobte „Reiterzimmer“ in Murnau ist längst Geschichte. Das Restaurant im Hotel Alpenhof ist neu gestaltet worden und firmiert unter neuem Namen – „Murnauer Reiter“ – und neuer Leitung. Und andere Köche sind abgewandert, wie zum Beispiel Dieter Maiwert, der nach 13-monatigem Intermezzo im Loisachtal bei Eurasberg zurückgekehrt ist an den Tegernsee.

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