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Drei Häuser stehen bereits im Rohbau in der Kientalstraße 22. Zwei weitere sind noch geplant.

Mit Klage gedroht

„Hundsgefährlicher“ Schotter

Herrsching – Anlieger schimpfen über verdreckte Straße entlang der Großbaustelle an der Herrschinger Kientalstraße.

Als Anlieger hat SPD-Gemeinderat Wolfgang Schneider die Baustelle jeden Tag im Blick. Das Vorhaben an der Kientalstraße 22 als solches widerstrebte ihm seit Beginn der Planung. Am Montag polterte es in der Herrschinger Bauausschuss-Sitzung aus ihm heraus: „Ich erstatte ganz offiziell Anzeige.“ Diesmal richtete sich sein Groll gegen die verdreckte Straße, die voll mit lauter Schotter und Dreck eine Gefahr für jeden Andechs-Besucher darstelle, vor allem denen auf dem Radl. „Das ist hundsgefährlich“, sagte er. Bürgermeister Christian Schiller zeigte Verständnis.

Drei Rohbauten stehen - fünf Häuser sind vorgesehen

Die massive Bebauung auf dem Grundstück mit am Ende fünf Einfamilienhäusern hatte auch er abgelehnt. Das Einvernehmen der Gemeinde war aber durch die Genehmigungsbehörde ersetzt worden (wir berichteten). Trotzdem meinte der Rathauschef, dass die Gemeinde nur dann Anzeige erstatten könne, wenn es Beschädigungen auf der Straße gebe, die nicht beseitigt würden. Ansonsten müsse sich Schneider an die Polizei wenden. Eben diese habe dem Gemeinderat aber den Weg übers Rathaus geraten, berichtete er. „Möglicherweise, weil es zu aufwändig ist, die Gefährdung nachzuweisen“, räumt er mittlerweile ein.

Nach dem vielen Regen der vergangenen zwei Tage ist die Straße in der Tat von jedem Schotter befreit. „Aber da hat der Bauherr nichts dazu getan“, sagt Schneider. Schon am Anfang der Bautätigkeiten vor etwa eineinhalb Monaten hatte die Gemeinde in der Tat eine Aufforderung rausgeschickt, die Straße täglich zu säubern. Einmal musste der Bauhof beauftragt werden, was dem Bauherrn dann in Rechnung gestellt worden sei. Unterdessen stehen bereits drei Rohbauten. Fünf Häuser sind vorgesehen. 

Bauamt: Polizei soll miteinbezogen werden

„Und es liegt immer noch lauter Schotter rum“, schimpfte Schneider in der Sitzung am Montag. Dem Bauherrn sei das ziemlich egal. Und er ist sich sicher, dass die Straße nach diesen Regenstagen auch schnell wieder so verdreckt und damit gefährlich sei. Eigentlich müsse der Bauherr die Straße jeden Tag nach Abschluss der Arbeiten säubern, in München sei das üblich, meint Schneider. Schiller versicherte, das abzuklären. Auf Nachfrage sagte Bauamtsmitarbeiterin Nicole Prejlowski, dass sie noch die Stellungnahme der Polizei dazu brauche. Diese hätte auch bei der ersten Verwarnung einen Abdruck bekommen und sollte einbezogen werden.

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