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Stark frequentiert: Die Bushaltestelle in der Wittelsbacher Straße wird von deutlich mehr als einem Dutzend Busse pro Stunde angefahren. 

Brief an die Verkehrsmangerin

Wie können die Buslinien in Starnberg optimiert werden?

Starnberg - Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember gibt es mit dem 904er auch eine neue Stadtbuslinie – die Stadt hätte sich noch weitere Änderungen gewünscht.

Am vergangenen Freitag hat Susanne Münster, die Verkehrsmanagerin des Landkreises, Post aus dem Starnberger Rathaus bekommen. Absenderin des Briefes: Bürgermeisterin Eva John. Sie hat in dem Schreiben Anregungen aufgelistet, die in den vergangenen Monaten von Bürgern, Fahrgästen, Stadträten und Stadtverwaltung eingegangen sind und welche Änderungen und Verbesserungen sich die Starnberger wünschen.

Dazu zählen zusätzliche Haltepunkte auf einzelnen Linien, aber auch eine Entzerrung des Busverkehrs in der Innenstadt rund um Josef-Jägerhuber-Straße und Wittelsbacher Straße. An der dortigen Bushaltestelle vor dem Kino Breitwand halten pro Stunde etwa 16 bis 17 Linienbusse, oftmals unmittelbar hintereinander. „Natürlich ist die Haltestelle sehr stark frequentiert“, sagt die Bürgermeisterin im Gespräch mit dem Starnberger Merkur und fragt: „Aber muss man sie so oft anfahren?“ Das Bus-Angebot sei super, aber: „Wir haben nicht die Fahrgäste, die alle paar Minuten auf einen anderen Bus umsteigen.“

John wirft auch die Frage auf, ob es generell erforderlich ist, dass die Busse stets die Schleife vom Bahnhof See zum Bahnhof Nord und wieder zurück fahren. Außerdem erscheine die Hanfelder Straße mit städtischen Buslinien über-, die Söckinger Straße dagegen unterversorgt.

Verkehrsmanagerin Münster zeigt sich Gesprächen gegenüber durchaus aufgeschlossen. „Ich bin sehr dankbar, wenn wir Hinweise bekommen, und gehe gerne in die Diskussion.“ Allerdings müsse immer genau überlegt, welche Auswirkungen eine Verschiebung des Angebots mit sich bringe. „Das werden wir analysieren“, sagt sie. Zudem müsse der Schülerverkehr beachtet werden sowie die Verbindung vom S-Bahnhof Nord zum Regionalzughalt am Bahnhof See.

Neben einer möglichen Entzerrung der Linien in der Innenstadt hat John auch zusätzliche Haltepunkte vorgeschlagen, zum Beispiel am Ortseingang in Percha, in Percha-Nord, an der B 2 in Höhe des Lindenwegs, im Gewerbegebiet, an der Söckinger Straße (Ostheimer Weg) oder auch in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Es gehe darum, das Angebot an Haltestellen zu optimieren und Wohngebiete besser anzubinden, sagt die Bürgermeisterin. Manches hätte sie sich bereits zum bevorstehenden Fahrplanwechsel am 11. Dezember gewünscht. Gleichwohl sieht auch John den Gesprächen mit den Kreisbehörden zuversichtlich entgegen.

Den Busverkehr lässt sich die Stadt übrigens einiges kosten. Im bislang letzten Abrechnungsjahr 2013 waren es 350 000 Euro, die an den Landkreis überwiesen wurden. Für heuer rechnet John mit 440 000 Euro, nächstes Jahr dürfte es in Richtung einer halben Million Euro gehen.

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