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Die Koordination macht’s: Je eher der Steuermann, die 14 Ruderer und der Antreiber mit seiner Trommel eine Einheit sind, desto besser geht’s beim Drachenbootrennen. Hier hat das Team der Firma Torqeedo die Nase vorn vor den Austauschschülern aus Dinard.

Starnberg

Olympiareife Leistungen beim Drachenbootrennen in Starnberg

Zum dritten Mal starteten in Starnberg die Drachenboote. Mehrere hundert Zuschauer ließen sich das Vergnügen nicht entgehen.

Blaue Berge, weiß-blauer Himmel, herrliches Badewetter, Segelboote, Wind, Wellen, Essen, Trinken, Musik, Hüpfburg, ein launiger Moderator und mittendrin die Drachenboote – so lässt es sich stundenlang an der Seepromenade aushalten. Für die Besucher war es höchste Gaudi bei idealen Bedingungen – für die Ruderer der Drachenboote verlief der Nachmittag aber nicht ganz so entspannend.

So ein langes Boot für 14 Ruderer, einen Steuermann und einen Antreiber mit seiner großen Trommel mal schnell 200 Meter bis zur Ziellinie nach vorne zu bringen, ist nämlich ganz schön schweißtreibend. Erst recht, da in den zwei Gruppen jeder gegen jeden kämpft und die Teams dann auch mehrmals hintereinander in die wackeligen Boote steigen – schon das eine Kunst, wenn nur einer aus der Reihe tanzt...

Neun Teams traten am Samstag gegeneinander an. Eine Besonderheit: Trainieren konnte keiner vorher, da der Kanu Regattaverein München die Boote direkt vor dem Start zur Verfügung stellte. So blieben nur ein paar Trockenübungen und etwas Fitnesstraining. Angeblich hatte Moderator Thorsten Castle ja das Stadtrat-meets-Stadtverwaltung-Team, darunter die Stadträte Winfried Wobbe, Klaus Rieskamp und Angelika Kammerl, beim Training heimlich beobachtet. Sie sollen sich in den Gängen des Rathauses mit Sit-Ups in Form gebracht haben, sagte Castle.

Genutzt hat das aber nur zum Teil. Schon im ersten Rennen gegen Titelverteidiger SV Wangen verloren die Stadträte, was der Moderator mit einem „Die müssen erst noch lernen, dass man nicht das Wasser mit dem Rudern streicheln darf“ kommentierte. Es folgten Rennen im Minutentakt. Das Team vom Keller-Verlag besiegte das Fitness-Team, die Gäste aus Dinard das Team der Elektromotorboot Firma Torqeedo, die Kindermannschaft vom Münchener Ruder- und Segelverein Bayern (MRSV) das Team vom Tauchsportclub und auch noch das Reiser Full Flight Dragon Team, das zuvor alle Rennen gewonnen hatte...

Es blieb spannend bis zum letzten Rennen. Drei Teams – Fitness Pur, der Keller Verlag und die Frauen und Männer von Stadtrat meets Stadtverwaltung – waren schließlich punkt- und zeitgleich, sodass sie auch noch zum Dreierstechen für den Halbfinaleinzug antreten mussten.

In der Runde der letzten Vier lieferten sich der SV Wangen und die MRSV-Kindermannschaft „Bayerischer Drache“ ein spannendes Kopf-an Kopf-Rennen. Beim Kampf der „Torqeedos“ gegen „Fitness Pur“ war es sogar so knapp, dass Zielfotos ausgewertet werden mussten.

Im Finale forderte schließlich das Team von Fitness Pur den Titelverteidiger heraus – und hatte am Ende trotz Kampfgeschrei der Konkurrenten eine Nasenlänge Vorsprung. Lohn für die Mühen: der Siegerpokal, eine Schampusdusche, Stand-Up-Paddling-Gutscheine und fette Wasserbomben. Auf dem zweiten Platz landete folglich der SV Wangen, die Torqeedos wurden Dritter, der MRSV Vierter. Die Stadträte freuten sich über Platz fünf vor dem Reiser Full Flight Dragon Team, dem Keller Verlag, den Tauchern und unseren Freunden aus Dinard. 

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