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Der "Sommernachtstraum" der Starnberger Kolpingbühne.
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Der "Sommernachtstraum" der Starnberger Kolpingbühne.
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Der "Sommernachtstraum" der Starnberger Kolpingbühne.
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Der "Sommernachtstraum" der Starnberger Kolpingbühne.

"Ein Sommernachtstraum" der Kolpingbühne

Hormonrausch im Fünffeenland

Starnberg - Eine umjubelte Premiere erlebte das neue Stück der Kolpingbühne Starnberg am Donnerstagabend.

Ein lauer Sommerabend im Fünffeenland: Die Hormone spielen verrückt. Hermia liebt Lysander, aber nicht Demetrius, der sie aber heiraten soll und nur ein bisschen liebt, Helena liebt Demetrius, der sie nicht liebt, Oberon und Titania und ein Esel lieben sich und prügeln sich. Und alle im Zuschauerraum lieben den „Sommernachtstraum“, den die Kolpingbühne an diesem tristen Herbstabend auf die Bühne des Pfarrzentrums in Starnberg zaubert.

Ein großes Stück vom großen Shakespeare, Hochkultur. Kann man das in bairischer Mundart mit einem hochprofessionellen Laienensemble auf die Bühne bringen? Und wie! Shakespeares Schauspiel ist unterhaltsam wie eh und je, sein übergreifendes Thema, die Irrungen und Wirrungen der Liebe, heute noch so aktuell wie 1595. Josef Hiebl, seit mehr als einem halben Jahrhundert der Kopf hinter dem Erfolg der Kolpingbühne, hat es einmal mehr geschafft, ein Stück auszuwählen und so lange zu bearbeiten, dass es perfekt auf sein heuer 29-köpfiges Ensemble passt.

Er greift auf die Version des Stückes von Johannes Reitmeier, mit dem er seit Jahrzehnten befreundet ist, zurück, der den Sommernachtstraum ins Bairische übertragen hat. „Aber in den oberpfälzer Dialekt“, berichtet Hiebl. Sein Traum vom „Sommernachtstraum“ spielt aber am Ufer des Starnberger Sees. Also wurde fast alles in den lokalen Dialekt übertragen. Fast alles. Weil es ein Starnberger Stück ist, das von Starnbergern aufgeführt wird. Und so bunt zusammengewürfelt wie die Bewohnerschaft der Stadt ist auch das Ensemble: „Wir haben Bayern, Badenser, Preußen und Sachsen auf der Bühne. Die sprechen dann auch in ihrem Dialekt – das ist Starnberg“, sagt Hiebl. 

Die harte Arbeit hinter all der Leichtigkeit

Wochenlang wurde geprobt, zwei- bis dreimal die Woche, stundenlang. Über Monate arbeiteten Maria Brechtelsbauer und ihre Helferinnen an den phänomenalen Kostümen. Alles ehrenamtlich und nach Feierabend. Von all der harten Arbeit vor oder hinter den Kulissen, davon, dass ein erheblicher Teil des Ensembles mitten in der Erkältungszeit eigentlich ins Bett und nicht auf die Bühne gehört, von all dem merkt man nichts in diesem „Sommernachtstraum“.

Mit Können und Leidenschaft spielen die Darsteller ihre Rollen, einzelne Leistungen herauszuheben, ist kaum möglich. Naja, vielleicht doch: Schon allein das furiose Spiel von Norbert Kraxenberger als Niklaus Zettel wäre den Eintritt wert. Wie im Fluge vergehen die knapp zwei Stunden, bis die schauspielernden Handwerker mit ihrem schreiendkomischen Stück im Stück für ein vergnügtes Erwachen aus dem „Sommernachtstraum“ sorgen. Erfrischt fühlt man sich, entspannt und vergnügt. Wie nach einem sommerabendlichen Schlummer am Seeufer.

Ein Sommernachtstraum

im Pfarrzentrum St. Maria in Starnberg, Mühlbergstraße 6. Nächste Aufführungen am 29./31. Oktober sowie am 1./4./5./6./11./12./13./18. und am 19. November. Karten für 10 Euro können unter www.kolpingbuehne.de vorbestellt werden.

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