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Das Centrum an der Hauptstraße ist im Jahr 1993 erbaut worden.

Starnberg

Verkauf des Centrums: Neue Gespräche mit der Stadt

In die Verhandlungen über den Verkauf des Centrums kommt Bewegung – wenn auch langsam. Noch diesen Monat will die Eigentümerin der Stadt Verkaufsunterlagen vorlegen.

Starnberg – Der Termin dauerte knapp 45 Minuten, von einer Arbeitsatmosphäre war anschließend die Rede. Bürgermeisterin Eva John und Dr. Michael Krenn als Vertreter der Centrum-Eigentümerin „Alte Post“ Flensburg Grundstücksverwaltung GmbH & Co. Betriebs KG haben sich vergangene Woche getroffen. Endlich, werden Kritiker der Bürgermeisterin sagen, schließlich hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats bereits Ende Juni für neue Gespräche mit Krenn ausgesprochen.

Ergebnis: Krenn wird nun zusammenstellen, welche Teile des Centrums – vor allem Tiefgarage und Literatencafé – er der Stadt anbietet. Ob er darin auch Preise nennt, ist noch unklar. Legt er die Informationen bis Ende des Monats vor, können sich noch im November der Haupt- und Finanzausschuss und der Stadtrat damit beschäftigen, allerdings in nichtöffentlichen Sitzungen. Mit welchem Ausgang? „Das vermag ich nicht zu sagen“, erklärt John. Auch Krenn gibt sich nach dem Gespräch mit der Bürgermeisterin eher zurückhaltend, sagt aber auch: „Ich möchte der Stadt eine faire Chance geben.“

Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde er sämtliche Teile des Centrums auf dem freien Markt anbieten. Die dafür notwendigen Vorarbeiten liefen auf Hochtouren. „Die Teilungserklärungen sind zu einem erheblichen Teil erledigt“, sagte Krenn am Montag gegenüber dem Starnberger Merkur. Sie würden demnächst dem Notar zur Beurkundung vorgelegt. Das betreffe die Passage, die Wohnungen und den Gewerbeteil mit den Praxen.

Erst mit Vorliegen dieser Teilungserklärungen ist es möglich, einzelne Bestandteile einer Immobilie rechtlich herauszulösen. Der entsprechende Schritt für die Tiefgarage und das Literatencafé sei in Vorbereitung.

An den Gesprächen im Rathaus hatten neben John und Krenn auch ein Vertreter der städtischen Liegenschaftsverwaltung sowie Krenns Anwalt, Prof. Otto Gaßner, und sein Architekt teilgenommen.

Die Gespräche zwischen Stadt und Krenn ziehen sich bereits seit einiger Zeit hin. Im Jahr 2015 waren Verhandlungen über eine Anmietung von Räumlichkeiten für die Volkshochschule gescheitert. Die Kehrtwende in diesem Juni war auf Antrag der Parteifreien zustande gekommen. Sie wollten einer Enttäuschung vorbeugen, falls das Centrum vollständig auf dem freien Markt veräußert sei, ohne dass die Stadt ein Engagement diskutiert habe.

Wie viel sich für das Centrum erlösen lässt, kann bislang nur geschätzt werden. Für das Gesamtobjekt habe ihm ein Angebot im niedrigen achtstelligen Bereich vorgelegen, sagt Krenn. Durch den Verkauf einzelner Einheiten lässt sich womöglich ein höherer Gesamtpreis erzielen.

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