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„Alles frisch“, verspricht Robert Moder mit seinem Internetportal „arranja“.

Firmengründung

Die Zukunft des Handels

Starnberg - Internethandel mit lokalen Geschäften – diese Idee will Robert Moder aus Starnberg mit seinem Start-up arranja ausbauen.

Die reparierten Schuhe müssen beim Schuster abgeholt werden, dazu ist der Einkaufszettel voll mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen. Die wöchentlichen Besorgungen können zeitaufwändig und anstrengend sein. Müssen sie aber nicht mehr – findet Robert Moder. Der Starnberger hat im September das Online-Portal arranja gegründet – und lässt damit andere für andere die Einkäufe erledigen. 

Wie das Konzept funktioniert, lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären: Auf der Internetseite von arranja kann Frau Mustermann ihre individuelle Einkaufsliste erstellen, zum Beispiel Waschmittel vom Discounter, Bio-Milch vom Supermarkt, Wurst vom lokalen Metzger, Semmeln vom Bäcker, je drei frische Äpfel und Bananen vom Wochenmarkt... Welche Sorte Äpfel, kann Frau Mustermann in einem Extrafeld angeben. Wann soll der Einkauf geliefert werden? Frau Mustermann braucht die Sachen am nächsten Tag gegen 10 Uhr. Datum und Uhrzeit werden angeklickt. Zuletzt kommt die Frage, ob es ein bestimmter Shopper sein soll oder die Liste an alle zutreffenden Shopper geschickt werden darf. 

Kurze Erklärung: Shopper nennen sich bei arranja die Einkäufer, die die Besorgungen erledigen. Jeder Shopper, der nach einer Überprüfung auf die Liste kommt, hat seine eigene Seite auf dem arranja-Portal und kann selbst angeben, in welchem Umkreis und zu welchen Zeiten er was erledigen kann. „Es gibt auch eine Reihe von Serviceleistungen, beispielsweise das Wegbringen von Pfandflaschen“, erklärt Moder. 

Zurück zu Frau Mustermann. Sie schickt ihre Liste an alle zutreffenden Shopper. Diese können dann ihr Angebot – Ladenpreis plus Zeitaufwand – abgeben. „Abgerechnet wird in Zeiteinheiten, wobei eine Zeiteinheit 15 Minuten entspricht“, erklärt Moder. „Je nach Region kann der Preis für eine Zeiteinheit variieren. In Starnberg zum Beispiel kostet eine Zeiteinheit so um drei Euro.“ 

Frau Mustermann kann nun das für sie beste Angebot auswählen und die Bestätigung der Bestellung an den ausgewählten Shopper schicken. Fertig. Wie die Idee für arranja kam? „Ich bin ausgebildeter Industriekaufmann und komme aus der Software-Entwicklung, weshalb ich in der Hinsicht schon gute Kenntnisse hatte“, blickt Robert Moder zurück. „Irgendwann fiel mir auf, dass es zwar Online-Shopping und auch Einkauf-Services der großen Supermärkte gibt, aber keine Plattform, die Produkte von mehreren regionalen Einzelhändlern liefern lässt.“ Und genau darum gehe es ihm: die Einzelhändler aus der Umgebung zu unterstützen. 

Damit könne auch gleich die Umwelt durch kürzere Lieferwege und weniger Verpackungen geschützt werden, sagt Moder. „Die Resonanz ist da, aber wir sind ja noch in der Pilotphase und haben für die Zukunft noch einige Erweiterungen geplant“, erklärt der Firmengründer. Bisher könne man sich deutschlandweit sowohl als Benutzer als auch als Shopper registrieren. „Im Prinzip kann man den Service überall nutzen, wo es auch einen Shopper gibt“, sagt Moder.

Marie Makowka

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