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Die Braut kommt per Boot: Das Historienspiel der Tutzinger Fischerhochzeit folgt auch bei der Neuauflage im kommenden Jahr größtenteils den traditionellen Regeln. Unser Archivfoto zeigt die Fischerhochzeit im Jahr 2011.

Historisches Schauspiel

Näher an der Fischerhochzeit

Tutzing - Die Fischerhochzeit 2017 ist weitgehend in trockenen Tüchern. Die Tutzinger werden einige Veränderungen erleben.

Die Vorbereitungen für die Fischerhochzeit 2017 laufen auf Hochtouren, erste Details zum leicht veränderten Konzept des Historienspiels verrieten die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Marlene Greinwald und Elisabeth Dörrenberg im Rahmen des jährlichen Koordinationstreffens der Tutzinger Vereine. „Wir hatten uns bislang noch zurückgehalten mit Informationen, bis die Verträge unter Dach und Fach waren“, sagte Dörrenberg.

So galt es, einen Wirt und ein ausreichend großes Festzelt für die Festwoche rund um das erste Juli-Wochenende zu finden. Bis zu 1100 Gäste wird dieses Zelt nun fassen können, das vor dem Rathaus aufgestellt wird. „Die Fischerhochzeit wird grundsätzlich wie immer ablaufen“, so Marlene Greinwald, „orientiert am Programm der letzten Male, aber einige Veränderungen gibt es schon.“ An Stelle der Kutschen mit den Ehrengästen wird es diesmal eine Ehrentribüne für 124 Ehrengäste geben. Die Idee sei, „ein kompakteres Bild“ (Dörrenberg) zu liefern als mit dem Zug der Kutschen. Auch das eigentliche Hochzeitsfest nach der Trauungszeremonie im Schloss wird öffentlichkeitswirksamer ins Festzelt verlegt und dort per Mikrofon-Anlage auch nach draußen übertragen.

Ansonsten bleibt alles beim gewohnten Ablauf: Samstag, 1. Juli, 8 Uhr, Auftritt Hochzeitslader im Ortszentrum; ab 18.30 Uhr Polterabend im „Guggerhof“ (beim letzten Mal stand dieser Hof nicht zur Verfügung), Tanz auf der Hauptstraße und im Festzelt; Sonntag, 2. Juli, 6 Uhr, Böllerschützen; 8.30 Uhr Empfang der Hochzeitsgäste am Tutzinger Dampfersteg; 10.30 Uhr Gottesdienst in St. Joseph, anschließend Zug zum Schloss; 11.45 Uhr Trauungszeremonie im Schloss, danach Hochzeitsfest im Zelt; 15.45 Uhr Festzug durch den Ort (Verkehrssperrung zwischen Einmündung Oskar-Schüler-Straße und Bahnhofstraße); ab schätzungsweise 18 Uhr Brautverziehen und Tanz auf der Straße.

„Die Vereine sind für die Fischerhochzeit enorm wichtig“, hob Rathauschef Rudolf Krug hervor. „Sie tragen die gesamte Veranstaltung.“ Man habe mit der neuen Organisation versucht, trotz weitgehend gleicher Lokationen die Besucher noch mehr einzu-binden, sagte Krug. Bislang habe man schon sehr nah dran sein müssen am Kerngeschehen, um alles mitzubekommen. Wer 2017 das historische Brautpaar darstellen wird, bleibt vorerst noch ein Geheimnis. Elisabeth Dörrenberg: „Sie können uns ruhig foltern – wir verraten nichts.“ Bürgermeister Krug: „Nur so viel: Es werden eine Frau und ein Mann sein.“

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