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Die Ruschigs sind die Seifenkistenkönige

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Nicht schnell genug, aber schön: Das Gefährt der Unterbrunner Kinderfeuerwehr gewinnt den Schönheitspreis der „Jungen Wilden“. © Stefan  Schuhbauer-von Jena

Das war wieder eine Gaudi! Beim Unterbrunner Seifenkistenrennen am Samstag verfolgten Hunderte Zuschauer den Wettkampf der selbstgebastelten Fahrzeuge. Gewinner wurden Robert Ruschig bei den Erwachsenen und sein Sohn Julian bei den Kindern.

Unterbrunn – Bei strahlender Frühlingssonne gingen beim Unterbrunner Seifenkistenrennen am Samstag 16 Kinder und 14 Erwachsene an den Start. Sieger wurden die Lokalmatadoren der Familie Ruschig: Vater Robert überzeugte bei den erwachsenen Rennsemmeln, Sohn Julian bei den kleinen Piloten. Geschwindigkeit war das eine, Originalität das andere – allein das Anschauen der fantasievoll gestalteten Gefährte war ein großer Spaß.

Der weiße Flitzer des heimlichen Unterbrunner Bürgermeisters Hermann Geiger erinnert an das erste Seifenkistenrennen vor acht Jahren. „14. 5. 2011“ steht auf Geigers Wagen. Inzwischen hat er zusammen mit Alexander Heb und Ehrenamtlichen der Feuerwehr bereits das fünfte Rennen organisiert.

Um 14.35 Uhr eröffnet Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger offiziell die abschüssige, mit Strohballen gesicherte Strecke. Schaulustige – von der Rentnerin bis zum Kleinkind – verfolgen das Rennen, das Axel Högner am Mikro kommentiert. Wie sich die Piloten in der ersten der beiden 90-Grad-Kurven auf der abschüssigen Strecke schlagen, wird sogar live am Bildschirm übertragen. Gleich zum Auftakt begeistern Lenny (11) und Matteo (6) aus Niederpöcking mit ihrem nachgebauten VW-Bus „Bully“. Tim Händler (15) aus Weßling geht mit einem schneeweiß lackierten Rennwagen mit dem Original-Überrollbügel eines Audi TT an den Start. Den Flitzer hat er mit seinem Papa, einem gelernten Schreiner zusammengebaut, verrät er.

Nach spannenden K.o.-Runden setzt sich bei den erwachsenen Rennsemmeln Robert Ruschig durch. Auf Platz zwei landet Josef Weiss aus Rosenheim. Der 69-Jährige war bei der Gaudi schon oft mit dabei. Der Unterbrunner Florian Gemach, der auch die Rampe gebaut hat, belegt den dritten Platz.

Bei den „Jungen Wilden“ hat Julian Ruschig die Nase vorn: Der erst 13-jährige Pilot tritt damit in die Fußstapfen seines Papas. Im Finale setzt sich Julian gegen die Gautinger Jugendfeuerwehr durch, die mit einem sehr originellen Gefährt am Start ist. Platz drei geht ans neue Högner Racing-Team von der Wirtsfamilie des gleichnamigen Unterbrunner Gasthauses, das die Zuschauer während des Rennens mit Grillwürsteln versorgt. Joseph Kaindl (15) am Steuer holt sich mit seiner Co-Pilotin Magdalena (13) den dritten Platz.

Die Seifenkisten zeigen allesamt große Kreativität. Sabine Karmazin aus Königswiesen etwa schießt in ihrem Flitzer namens Diana in die beiden Kurven. Ihr Vater hat das nach der unvergessenen Lady Di benannte Wagerl vor 30 Jahren gebaut. Im schweren Brennholzwagerl „Feuerwerk“ wagt sich Arno Landwehr aus Starnberg auf die Piste – und gewinnt prompt den Schönheitspreis. Bei den „Jungen Wilden“ greift die Kinderfeuerwehr Unterbrunn den Schönheitspreis ab.

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