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Nach drei Jahren Generalsanierung wurde die Wallfahrtskirche wiedereröffnet.

300 Gläubige auf Hohem Peißenberg

Die strahlende Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche

Hohenpeißenberg - Die Aussicht vom Hohen Peißenberg war am Sonntag traumhaft. Doch es lohnte sich, seinen Blick davon zu lösen - und ihn auf die Wallfahrtskirche zu richten.

Beim Kirchenzug durfte Weihbischof Wolfgang Bischof mit der Kutsche mitfahren.

Ein zwölftes Mal noch ließen es die Böllerschützen „Bayerischer Rigi“ Hohenpeißenberg kurz nach 9 Uhr richtig knallen, dann setzte sich der Kirchenzug am Pröbstlsberg in Bewegung. Die Knappschafts- und Trachtenkapelle begann zu spielen, die Hufe der Pferde, die die Kutsche mit Weihbischof Wolfgang Bischof den Berg hinauf zogen, klackerten über den Asphalt. Einige Anwesende liefen mit Fotoapparaten neben dem Zug her, andere zückten ihr Handy, um Bilder von diesem Ereignis zu schießen. Der Anblick war einfach beeindruckend. Die festlich gekleideten Menschen im Kirchenzug, die Ortsvereine mit ihren prächtigen Fahnen, diese Sonne, dieser Ausblick, die leichten Nebelschwaden in der Ferne – es hätte nicht schöner sein können am Sonntag. Es hätte nicht perfekter sein können, das Wetter zur Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche und Orgelweihe auf dem Hohen Peißenberg.

Vor drei Jahren hatte die Generalsanierung begonnen – nun betrachteten rund 300 Gläubige das Ergebnis. Nicht alle fanden beim Festgottesdienst Platz in der Kirche, einige verfolgten das Geschehen auf Bänken vor dem Gotteshaus – Lautsprecher trugen unter anderem die Stimmen von Pfarrer Hans Speckbacher und Weihbischof Bischof nach draußen, während die Gläubigen in die Landschaft schauten. Drinnen bekamen die Katholiken ein Lichtspiel präsentiert – nicht nur von den flackernden Blitzen der Fotoapparate, sondern auch von den Sonnenstrahlen. „Das ist so schön geworden“, sagte eine Hohenpeißenbergerin zu ihrer Sitznachbarin und blickte hinauf zu den Wänden und zur Decke. Immer wieder drehten sich Anwesende um und warfen einen Blick auf die neue Orgel, der Prof. Dr. Dr. Michael Hartmann aus München während des Gottesdienstes stimmungsvolle Töne entlockte.

Bilder der Wiedereröffnung

Bilder von der Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche

Die Orgel spielte an diesem Tag eine große Rolle. Weihbischof Bischof weihte „die Königin der Instrumente“, wie er sie nannte. Auch für ihn war die Zeremonie etwas Besonderes. Er erinnerte sich daran, wie er als Kind seine Ferien bei seiner Tante in Hohenpeißenberg verbracht hatte. „Ich habe damals nie zu träumen gewagt, dass ich einmal diese tolle Feier begehen kann“, sagte der Geistliche. Während er kurz zurückblickte, schaute Pfarrer Speckbacher wehmütig nach vorn. „Für mich ist das heute bewegend“, gab er zu. Seine Zeit in Hohenpeißenberg neigt sich dem Ende zu, im Dezember wechselt der Pfarrer nach rund sechs Jahren zum Pfarrverband Garching-Engelsberg. Die Wallfahrtskirche wird ihm sicher in Erinnerung bleiben – Speckbacher schwärmte von den Motivbildern, den Rankenreliefs, von der „Schönheit der Empore und der Kanzlei“.

Auch die Besucher waren angetan. „Sehr gut“, nannte Hans Rasch das Ergebnis der Sanierung. „Herrlich, es geht nicht besser“, sagte auch Christa Soder. Sie ist Mitglied im Förderverein „Freunde der Wallfahrtskirche“, der mithilfe von Spendengeldern die Sanierung der Kirche und die Anschaffung der Orgel – insgesamt mussten dafür rund zwei Millionen Euro aufgebracht werden – kräftig unterstützte. „Ich verstehe, dass viele Menschen hier rauf gehen“, sagte Soder. „Es ist ein besonderer Ort, ein segenreicher Ort.“ Einer, an dem sich auch Teresa Hölzl-Riedl wohlfühlt. Die gebürtige Hohenpeißenbergerin lebt schon seit über 50 Jahren in München. Für die Wiedereröffnung reiste sie extra an – und war begeistert: „Die Kirche strahlt in großem Glanz.“ Sie ziehe es immer wieder auf den Hohen Peißenberg und in die Wallfahrtskirche. Wer gestern dabei war, kann das gut verstehen.

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