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Pfarrer Hans Speckbacher ist nur noch bis Advent Seelsorger in Peiting und Hohenpeißenberg. 

Hohenpeißenbergs Pfarrer geht

Speckbacher verlässt Pfarrverband

Hohenpeißenberg - Mit dieser Pfingst-Botschaft haben die Gläubigen in der Pfarreiengemeinschaft Peiting-Hohenpeißenberg nicht gerechnet: Ihr Pfarrer Hans Speckbacher kündigte bei den Feiertagsgottesdiensten an, dass er zum Advent 2016 den Pfarrverband verlassen werde.

„Es war schön und berührend, Freud, Leid und den Glauben miteinander zu teilen“ – aus diesen Worten von Pfarrer Hans Speckbacher klingt auch ein bisschen Wehmut heraus. „Aber das Leben besteht nun mal aus Abschied und Veränderung“, erklärte der 54-jährige Priester, der vor fünfeinhalb Jahren nach Peiting gekommen war.

„Nachdem die Vorgaben der Diözese sind, dass jeder Seelsorger nach geraumer Zeit wechseln muss, war für mich klar, dass vor dem Ruhestand nochmal ein Wechsel ansteht“, so Speckbacher. Er selber wollte den Wechsel nicht in zu fortgeschrittenem Alter, „weil dies eine große Kraftanstrengung ist und ich gesundheitlich das später nicht mehr schaffe“. So habe er sich nach längerer Überlegung zu einem Wechsel entschlossen – und zwar noch in diesem Jahr.

Mit der Erzdiözese München-Freising habe er sich darauf geeinigt, den schon lange unbesetzten Pfarrverband Garching-Engelsberg (zwischen Altötting und Traunstein) zu übernehmen. Dort ist der junge Pfarrer Günter Eckl im vergangenen Herbst bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.

„Dieser Pfarrverband liegt näher an meiner Heimat und etlichen sozialen Bezügen, wohin die Fahrstrecke immer extrem weit war“, erzählt Speckbacher. Der Pfarrverband Garching-Engelsberg gehört zum Dekanat Baumburg, und dort ist seit vergangenem Jahr auch der frühere Rottenbucher Pfarrer Gerhard Gumpinger tätig.

Mit dem Wechsel nach Garching nimmt Speckbacher auch seine Pfarrhausfrau Elfriede mit. In der noch verbleibenden Zeit bis Dezember wolle er sich aber weiterhin mit voller Kraft für den Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg einsetzen. „Es stehen ja auch noch zwei große Aufgaben bevor“, betonte der Geistliche im Gespräch mit der Heimatzeitung. Dies seien die Einweihung der Wallfahrtskirche Hohenpeißenberg mit Orgelsegnung an Kirchweih und die Zusammenführung des Haushaltsverbunds im Pfarrverband.

Als Speckbacher, der zuvor Pfarrer und Dekan in Bad Aibling war, vor fünfeinhalb Jahren seinen Seelsorgedienst in Peiting antrat, war es für ihn zunächst nicht einfach. „Aber nach anfänglich hartem Eingewöhnen war ich zunehmend gern hier und half mit, die Botschaft Gottes zu verkünden und den Pfarrverband aufzubauen“, stellt der 54-jährige Seelsorger rückblickend fest. Und wieder klingt ein bisschen Wehmut mit, „denn das Pfarrteam in Peiting hat gepasst“, ebenso die Zusammenarbeit mit den Pfarreiangestellten.

Wer Nachfolger von Hans Speckbacher wird, darüber lässt sich noch nichts sagen. „Die Diözese wird die Stelle ausschreiben und für eine Nachfolgelösung Sorge tragen“, so der noch amtierende Peitinger Pfarrer. Bisher sind die Pfarrerwechsel stets zum 1. September erfolgt. „Inzwischen gibt es ein neues Besetzungsverfahren“, klärt Christoph Kappes, Pressesprecher der Erzdiözese München-Freising, auf. Demnach könne ein Wechsel auch außerhalb dieses Termins erfolgen.

Ob der Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg heuer an Weihnachten bereits einen neuen Seelsorger hat, ist noch ungewiss. Es kann durchaus sein, dass es zunächst eine Übergangslösung gibt.

Michael Gretschmann

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