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Erfolgreich: die Harfenistinnen Amelie Brennauer (r.) und Sarah Steinmeier. 

„Jugend musiziert“

Das Lampenfieber kann noch kommen

Landkreis - Amelie Brennauer (13) und Sarah Steinmeier (14) nehmen am Bundesentscheid von „Jugend musiziert“ teil. Noch sind die beiden entspannt.

Freundinnen sind sie natürlich auch. Das bleibe nicht aus, sagen Amelie Brennauer (13) aus Peißenberg und Sarah Steinmeier (14) aus Denklingen übereinstimmend. Sie verbindet vor allen Dingen eines: ihre Leidenschaft für ein besonderes Musikinstrument – die Harfe. In jüngster Zeit haben sie sich oft gesehen. In der Musikschule in Schongau übten die beiden Mädchen kräftig. Und das hatte seinen Grund: Als Duo haben sie in diesem Jahr bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ mitgemacht. Im Regional- und im Landeswettbewerb belegten sie dabei jeweils den ersten Platz. Und nun sind Amelie und Sarah – wie auch für eine Reihe anderer Musikschüler aus dem Landkreis – in Kassel beim Bundeswettbewerb dabei. Das kann man schon als große Leistung verbuchen.

Amelie lernte das Musikinstrument bei einer Freundin ihrer Schwester kennen. Vor vier Jahren war das – und seitdem spielt sie nun Harfe. Zuerst hat sie für ein Jahr ein Leihinstrument bekommen. „Man wusste ja nicht, ob Amelie dabei bleibt“, sagt ihre Mutter. Aber Amelie fand Gefallen an diesem alten Instrument und nun besitzt sie eine schöne Pedalharfe. Rund 27 Kilo ist diese schwer und gar nicht so einfach zu transportieren. Aber man gewöhnt sich daran. Die Eltern der Mädchen haben große Autos, und so klappt das mit der Fahrt zu den einzelnen Wettbewerben. Und dass die Familie mitkommt zu den Veranstaltungen, steht außer Frage.

In Sarahs Familie ist das Hin- und Herschleppen einer Harfe sowieso Routine. Die große Schwester studiert an der Musikhochschule dieses Zupfinstrument. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Sarah auch seit fünf Jahren Harfe spielt. Ihr gefällt das Instrument. „Man kann bei den Saiten eigentlich gar nicht durcheinanderkommen“, sagt sie und erklärt die verschiedenen Farben der Saiten. Das „C“ ist beispielsweise rot, das „F“ schwarz.

Der Bundeswettbewerb in Kassel findet vom morgigen Freitag, 13., bis Donnerstag, 19. Mai, statt. Bis zu 2000 junge Musiker aus ganz Deutschland kommen zusammen.

In verschiedenen Hallen und anderen Räumlichkeiten werden die Teilnehmer geprüft. Amelie und Sarah müssen rund 20 Minuten spielen. Sie präsentieren drei Stücke, die sie auch schon beim Landeswettbewerb in Regensburg vorgespielt haben.

Dort hatten die beiden kein Lampenfieber. Es sei alles so schnell gegangen, erinnern sich Amelie und Sarah. Die Mädchen können sich aber vorstellen, dass das in Kassel anders sein wird. Bei so vielen jungen Künstlern, die zusammenkommen, wird sicher eine besondere Stimmung herrschen. Gleich zu Beginn gibt es für alle ein großes Eingangskonzert. Und irgendwann an den fünf Tagen spielen Amelie und Sarah dann vor einer Fachjury. Aber sie wollen sich auch die Musik anhören, die andere Teilnehmer präsentieren.

Seit 1953 gibt es die bundesweite Veranstaltung „Jugend musiziert“. So große Künstler wie die Violinistin Anne-Sophie Mutter sind daraus hervorgegangen. Das kann schon ein Ansporn für junge Musiker sein.

Amelie und Sarah sind jedenfalls gut vorbereitet für Kassel und freuen sich schon sehr. Der Wettbewerb kann starten.

Regina Wahl-Geiger

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