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Symbolfoto.

H5N8-Virus im Landkreis

Vogelgrippe: Auch Katzen sollen nicht raus

Landkreis -  Die Vogelgrippe führt im Landkreis zu immer mehr Einschränkungen: Nicht nur, dass Stallpflicht gilt, auch Hunde und Katzen sollen möglichst nicht frei herumlaufen.

Inzwischen wurde auch bei einer toten Reiherente in Bernried am Starnberger See sowie bei sechs am Lech bei Schongau gefundenen Reiherenten das H5N8-Virus nachgewiesen, so das Landratsamt. Weilheim-Schongau.

Bereits am Freitag voriger Woche waren die toten Tiere an der Lechstaustufe nahe der Schongauer Kläranlage entdeckt und zur Untersuchung eingeschickt worden, sagte Dr. Sabine Tralmer, Sachgebietsleiterin „Tierseuchen“ im Veterinäramt. Jetzt kam die Bestätigung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Der bisher einzige Vogelgrippe-Fall war zu Beginn der vergangenen Woche eine Tafelente in Pähl. „Bei zwei Schwänen, die ebenfalls am Freitag tot an der Lechstaustufe 7 gefunden wurden, steht die Diagnose noch aus“, so Tralmer.

Die Expertin wundert sich, dass noch nicht mehr tote Tiere gefunden wurden. „Das Virus ist inerhalb von fünf bis zehn Tagen hochansteckend“. Wenn schon alle Tiere infiziert wären, könnte die Vogelgrippe in drei Wochen Vergangenheit sein, „dann hätten wir an Weihnachten Ruhe.“ Doch wenn es irgendwo eine Lücke gibt und zum Beispiel Hausgeflügel infiziert ist, könne es länger dauern. Vor allem die Auswirkungen seien dann mit Sperrzonen und anderen Maßnahmen massiv. „Das will keiner, aber man muss etwas tun“, sagte Tralmer.

Es müsse im Interesse aller sein, dass die Biosicherheitsmaßnahmen auch im Kleinstbestand umgesetzt werden, also wirklich alle Tiere im Stall bleiben. Dabei gehe es auch darum, Hunde an die Leine zu nehmen und den Auslauf von Katzen zu beschränken, selbst wenn das natürlich schwer sei.

„Wenn ein Hund eine infizierte tote Ente apportiert, kann der Besitzer zum Überträger werden“, so Tralmer . Auch wenn das H5N8-Virus für den Menschen nicht ansteckend sei, verbreite man die Krankheit auf diese Art weiter. Was Tralmer positiv stimmt: „Offenbar sind nur vor allem Wasservögel an Seen und Flüssen betroffen.“

Tierklinik behandelt keine Wildvögel mehr

Eine Amsel und ein Bussard aus dem Landkreis, die untersucht wurden, gingen nicht an der Vogelgrippe ein.

Von der um sich greifenden Wildgeflügelpest ist auch die „Weilheimer Tierklinik“ betroffen. Sie ist vom Veterinäramt angewiesen worden, „im Moment keine Wildvögel oder frei lebende Vögel aufzu nehmen oder zu behandeln“, heißt es auf der Facebook-Seite der Klinik. Wer einen verletzten Vogel findet, sollte sich an die Vogelklinik in Oberschließheim wenden.

Wie lange die Stallpflicht für Hühner und anderes Federvieh und die damit verbundenen Auflagen gelten, ist offen. Der Weilheimer Kleintiermarkt findet jedenfalls weder im Dezember noch im Januar statt. 

bo/gre

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