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Symbolfoto.

Ein Jahr Haft auf Bewährung 

Aus Überlastung zum Dieb geworden

Landkreis -  Der 50-Jährige legte ein Geständnis ab. Reumütig bekannte er sich schuldig, im September und Oktober vergangenen Jahres in Polling und in Wielenbach einen Einbruch begangen zu haben. 

In Polling wurde er auf frischer Tat ertappt, konnte jedoch fliehen. In Wielenbach erbeutete der Mann aus einem Bauwagen Werkzeuge und einige Kleingeräte im Wert von rund 4000 Euro. Einen Teil des Diebesgutes verkaufte er auf einem Flohmarkt in München. 300 Euro hatte er dafür bekommen: „Das hat sich überhaupt nicht gelohnt“, sagte der Täter nun vor Gericht. Das übrige Diebesgut stellte die Polizei in seinem Haus sicher.

ändige Maurer aus einem kleinen Ort im Altlandkreis Weilheim gar nicht so recht erklären, warum er die Taten beging: „Ich hatte irgendwie eine druckvolle Phase und keinen Bezug zur Realität“, sagte er vor Gericht. Er sei überbelastet gewesen und habe unter Depressionen gelitten. Zurzeit ist er in psychotherapeutischer Behandlung und deutet seine Taten als Kompensationshandlung. 

Aus „WM“ „M“ gemacht

So richtig gezielt und geplant ging der Mann bei seinen Einbrüchen auch nicht vor. In Wielenbach wurde auf einem Grundstück, das einmal dem Angeklagten gehörte und das er verkaufen musste, nun neu gebaut. Im September letzten Jahres fuhr der Angeklagte spontan dorthin, zerbrach mit einem Bolzenschneider das Schloss zu einem Bauwagen und zu einer Hütte und entwendete diverses Werkzeug, eine Kaffeemaschine und andere Dinge, lud sie ins Auto und fuhr davon. Eine Woche später war er auf dem Weg zu seinen Eltern und hielt wieder spontan bei einer Firma in Polling. Er klebte das „W“ seines Nummernschildes ab, um als Münchener durchzugehen. Mit beiden Händen wollte der Angeklagte dann ein Rollgitter auf dem Firmengelände hochdrücken, dabei wurde er vom Inhaber gestört. Der Angeklagte konnte zwar entkommen, wurde später aber von der Polizei gestellt. Den Wert des Diebesgutes, den er bei seinem Einbruch in Wielenbach machte, hat der 50-jährige beglichen. Der Geschädigte hatte ihm eine Rechnung gestellt. Außerdem hat sich der Angeklagte schriftlich entschuldigt.

„Ich habe überhaupt nicht richtig nachgedacht“, sagte er vor der Urteilsverkündung. Richterin Katrin Krempl wertete das Schuldgeständnis zugunsten des Angeklagten. Er ist jedoch einschlägig vorbestraft, was dem Täter schließlich eine einjährige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, einbrachte. Zudem muss er 2000 Euro an die „Brücke Oberland“ zahlen.

Vor allem das Abkleben der Nummernschilder gab der Richterin zu denken: „Eine gewisse kriminelle Energie kann man da nicht leugnen“, sagte sie zur Begründung ihres Urteils.

Regina Wahl-Geiger

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