Tierquälerei: Simbas Schrei ging durch Mark und Bein

Penzberg - Der rote Kater „Simba" stand im Mittelpunkt eines Gerichtsverfahrens. Ein Rentner (71) aus Penzberg soll mit einem Holzscheit beworfen haben.

Das Tier hatte damals Schmerzen sowie einen Becken- und Kieferbruch erlitten. Gegen einen Strafbefehl über 1500 Euro legte der Rentner indes Einspruch am Amtsgericht Weilheim ein, weil er sich zu Unrecht beschuldigt fühlte. Der Angeklagte beschwerte sich, von der Katzenbesitzerin seit Jahren als „Katzenhasser“ verfolgt zu werden. Gerüchte würden in Penzberg kursieren, nach denen er Katzen verschwinden lassen würde, es sei von einer Schrotflinte und abgeschnittenen Katzenschwänzen die Rede.

Die 57-jährige Katzenbesitzerin erzählt, sie habe an jenem Tag „Simba“ schreien hören, „dieser Schrei ging durch Mark und Bein“. Ihr Lebensgefährte habe gleichzeitig gehört, wie ein Holzscheit auf dem Boden aufprallte. „Danach kam der Angeklagte mit diesem Holzscheit in der Hand in seinen Hof“, erklärte der Zeuge. Kater „Simba“ tauchte kurze Zeit später auf, er zog seinen Hinterlauf nach. „Er war schwer verletzt“, klagte die Katzenbesitzerin. „Ich war fix und fertig“.

Das Gericht sah es nach der langen Verhandlung als bewiesen an, dass der Penzberger die Katze schwer verletzt hatte, und sprach von einer „rohen Gesinnung“. Möglicherweise sei der angeklagte Fall nur die „Spitze eines Eisberges“, meinte der Staatsanwalt. Das Gericht erhöhte im Urteil die Geldstrafe für den Rentner auf 3600 Euro.

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