+
Symbolfoto.

Verkäuferinnen verständigten die Polizei

Verdächtiger Alkoholgeruch bei Kundin 

Landkreis -  Verkäuferinnen eines Supermarktes verständigten die Polizei, weil eine Kundin betrunken Auto fuhr. Sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.  

Regelmäßig sei die 55-Jährige, die in einer Gemeinde im östlichen Landkreis lebt, in den Laden gekommen und habe vor allem Alkohol gekauft. „Meist kaufte sie zwei Flaschen Wein, eine Flasche Schnaps und Obst“, sagte eine Verkäuferin, die in dem Geschäft arbeitet in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Weilheim aus. „Wir haben festgestellt, dass sie ein Alkoholproblem hat.“ Das sei auch immer zu riechen gewesen. Heuer am 21. Januar sei es besonders schlimm gewesen: „Sie hat sehr stark nach Alkohol gerochen und sah ungepflegt aus“, sagte die Verkäuferin über die 55-Jährige, die sich wegen einer Trunkenheitsfahrt vor dem Amtsgericht Weilheim verantworten musste.

„Wir dachten, der Frau muss geholfen werden, so geht es nicht weiter“, schildert die Zeugin vor Gericht. Gegen 11.50 Uhr habe sie die Polizei angerufen, ihre Kollegen hätten sie dazu ermutigt. Sie habe sich zu diesem Schritt entschieden, weil gerade um diese Zeit viele Schulkinder unterwegs gewesen seien. „Ich hab’s nicht böse gemeint, ich habe an die Schulkinder gedacht“, sagte die Verkäuferin.

Etwa eine halbe Stunde nach dem Anruf besuchten zwei Polizeibeamte die 55-Jährige zu Hause und fanden sie im Bett vor. Nachdem der Atemalkoholtest 2,4 Promille ergab, alarmierten sie den Rettungswagen, der die Angeklagte mit ins Krankenhaus nahm. Dort ergab die Blutalkoholprobe um 13.32 Uhr einen Wert von 2,82 Promille.

Die Fahrerlaubnis der Frau wurde eingezogen, die 55-Jährige wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte sie Einspruch ein, weshalb der Fall vor Gericht verhandelt wurde. Es stimme nicht, dass sie betrunken Auto gefahren sei, rechfertigte sich die Angeklagte dort. Sie sei zum Laden gefahren, habe dort Alkohol gekauft, sich ins Bett gelegt und Schnaps getrunken. „Ich habe so richtig schön erst getrunken, als ich zu Hause war“, sagte die Angeklagte. Sie leide unter einer chronischen Krankheit, der Alkohol gebe ihr die Möglichkeit, ihr Elend ein wenig zu vergessen. „Aber ich trinke nicht, wenn ich Auto fahre“, sagte sie. Sie sei beruflich und wegen ihrer Krankheit auf den Führerschein angewiesen und würde diesen niemals aufs Spiel setzen.

Richter Michael Eberle verurteilte die Frau dennoch zu einer Geldstrafe von 1800 Euro und ordnete an, dass sie ihre Fahrerlaubnis erst nach zehn Monaten beantragen kann. Dazu muss die Frau eine medizisch-psychologische Untersuchung durchlaufen, bei der dann genau überprüft wird, ob ihr Alkoholproblem gelöst ist.

„Ich bin überzeugt davon, dass Sie betrunken gefahren sind“, begründete Eberle das Urteil. Einen anderen Schluss lasse das Ergebnis der Blutalkohoprobe gar nicht zu. „Diese Fahrt hätte nicht sein müssen, nicht sein dürfen“, so Eberl.

Kathrin Hauser

Auch interessant

<center>Entdecke Oberbayern!</center>

Entdecke Oberbayern!

Entdecke Oberbayern!
<center>Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern</center>

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern
<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei
<center>Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern</center>

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Meistgelesene Artikel

Drei Autofahrer bauen betrunken Unfälle

Landkreis - Ob es an den Weihnachtsfeiern oder den Christkindlmärkten liegt? Jedenfalls hatte es die Polizei am vergangenen Samstag mit einigen Trunkenheitsfahrten zu …
Drei Autofahrer bauen betrunken Unfälle

Golf statt Abfallentsorgung

Landkreis - Der ehemalige  Geschäftsführer der EVA genießt seinen Ruhestand. Heute heißt es  bei Günther Höss Golf statt Abfallentsorgung.
Golf statt Abfallentsorgung

Kommentare