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In Weilheim spricht Hausmeister Ralf Englmann trotz der Dauernutzung von „überschaubaren Mängeln“. 

Berufsschul-Turnhallen werden saniert

Warten auf die Handwerker

Landkreis - Nach dem Auszug der Asylbewerber saniert der Landkreis seine Berufsschul-Turnhallen.  Ab September sind sie wieder frei.

 Die Berufsschul-Turnhallen in Weilheim und Schongau wurden Ende Mai von den letzten Asylbewerbern geräumt, jetzt rücken die Handwerker an. Erfreulich: Die Schäden durch die monatelange Dauernutzung halten sich in Grenzen, hat das Landratsamt festgestellt. Die Behörde hält an ihrem Zeitplan fest: Zum 15. September sollen Schulen und Vereine die Sportstätten wieder nutzen können.

In der Weilheimer Halle waren zuletzt bis zu 60 Flüchtlinge untergebracht, sie wurden auf den Landkreis verteilt. Nun muss die Halle hergerichtet werden. „Von den Schäden her ist es sehr überschaubar“, bilanziert Kreiskämmerer Norbert Merk. Fliesenleger, Maler-, Schreiner- und Elektroarbeiten stehen an. Vor allem Dusch- und Sanitärbereiche wurden in Mitleidenschaft gezogen, am Hallenboden fanden sich nur wenige Schadstellen. Außerdem fällt eine Grundreinigung an. Der Kämmerer schätzt die Kosten auf 20 000 bis 25 000 Euro brutto. Allerdings geht Merk davon aus, dass der Freistaat die Summe übernimmt. „Sämtliche Gewerke sind vergeben“, sagt er. Am heutigen Montag sollen die ersten Handwerker anrücken. Die Arbeiten sind für die 30. bis 36. Kalenderwoche terminiert. „Wohl mit Beginn des Schuljahres kann man wieder über die Halle verfügen“, erwartet der Kämmerer.

Berufsschulleiter Dr. Burkhard Küster ist deshalb erleichtert. An seiner Schule fiel während der Fremdnutzung der Sportunterricht komplett aus. Im Schnitt zwölf Stunden wöchentlich nutzen die Flüchtlingsklassen („Sport stärkt die Sozialkompetenz“) und 14 Stunden die Berufsschulklassen die Halle.

Eine logistische Herausforderung und Mehraufwand waren wegen der fremdgenutzten Hallen heuer die IHK-Prüfungen: Die Kammer musste dafür in die Stadthalle, in eigene Räume und in andere Schulen bis nach Landsberg ausweichen. Die FOS/BOS quartierte ihre Prüflinge in der Jahnhalle und im eigenen Haus ein. Umziehen mussten Sportvereine wie TSV und Post SV.

Beim TSV plant Carola Wimmer, zuständig für die Belegungen, bereits mit der Halle. Etwa 32 Stunden nutzt sie der Verein pro Woche. Basketballer und Ringer waren in die Gymnasiumshalle ausgewichen. „Das war nicht so furchtbar schlimm“, meint Wimmer. Sie hat beim Landratsamt schon Hallenzeiten ab Herbst für Ringen, Fußball, Handball und Basketball in der Berufsschule beantragt.

Von der Schongauer Berufsschulhalle aus wurden 127 Asylbewerber auf vom Landkreis angemietete Unterkünfte verteilt. Auch in dieser Halle halten sich die Schäden in Grenzen, sagt Landratsamtsprecher Hans Rehbehn. Die Gewerke reichen von defekten Papierrollenhaltern über den Austausch aller WC-Sitze und Duschvorhängen bis zu neuen Türblättern und Malerarbeiten in Umkleiden, Fluren und Treppenhäusern. Im Hallenboden, der nicht abgedeckt war, müssen Schadstellen beseitigt werden. Rehbehn schätzt die Kosten auf 30 000 bis 38 000 Euro. Die Arbeiten sind für Juli und August geplant.

Die Nutzung zum neuen Schuljahr entzerrt die Stundenpläne von Berufsschule, Realschule und Gymnasium erheblich – diese mussten den Sportunterricht und diverse Prüfungen anderswo stattfinden lassen. Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman spricht jedoch weiter von „einem Damoklesschwert“, dass über seiner Stadt hänge. Denn: Steigen die Flüchtlingszahlen an, könnte die Kreisbehörde die Halle schnell als Unterkunft nutzen.

Das Mobiliar ist im Weil-heimer Depot eingelagert. Im Landratsamt wird allerdings nicht damit gerechnet, dass beide Hallen bei „einem Super-GAU bei den Zuweisungen“ (Rehbehn) sofort herhalten müssen. Vielmehr werden wohl erstmal andere Unterkünfte herangezogen. Kämmerer Merk spricht von „Gründen der überregionalen Gerechtigkeiten“, die dann greifen müssten.

Im Juni sind die Flüchtlingszahlen im Landkreis wieder leicht angestiegen: um 59 auf 1782. Allerdings nutzte das Landratsamt dann vor allem Unterkünfte in Hohenpeißenberg, Iffeldorf, Steingaden, Polling, Pähl und Penzberg. Laut Rehbehn könnten durch „freiwillige Ausreisen, Abschiebungen, Entfernen aus der Asylunterkunft“ die Zugänge kompensiert werden.

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