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So soll das neue Gebäude aussehen: Die Ansicht (von der Straße aus) zeigt den Neubau, links die Molkerei.

Obersöchering

Neubau nebenan statt Abriss

Obersöchering - Die Gemeinde plant ein Gebäude mit Einkaufsladen, Bäckerei mit Café und Metzgerei im Ortszentrum. Dafür soll ein Neubau entstehen. 

Das alte Molkereigebäude in Obersöchering wird nicht abgerissen. Stattdessen wird ein Neubau auf der Wiese nebenan errichtet, der neben Wohnungen eine Bäckerei, eine Metzgerei, einen Einkaufsladen und ein Café beherbergen soll, so der einstimmige Beschluss des Gemeinderates, der den Entwurf aus drei Vorschlägen im Rahmen eines kleinen Architektenwettbewerbs ausgewählt hatte.

Spatenstich für das Gebäude mit Ausmaßen von 38 x 15 Meter soll im Frühsommer kommenden Jahres sein, so Bürgermeister Reinald Huber bei einem Pressegespräch. Mit dem Projekt das laut einer ersten, groben Kostenschätzung ohne Außenanlagen 2,9 Millionen Euro kosten soll, will die Gemeinde, Besitzerin des Areals, einer drohenden Versorgungslücke vorbeugen: Denn nachdem der Kramerladen von Klare Langen geschlossen ist, gibt es nur noch ein Lebensmittelgeschäft im Ort – das von Cäcilia Nebl (80), die aber auch in absehbarer Zeit ihren Laden schließen will. Sie hat laut Huber versprochen, noch so lange offen zu lassen, bis der neue Laden in Betrieb geht. Das soll Mitte 2018 der Fall sein, so der Bürgermeister.

Mit Planung und Ausführung beauftragt wurde das Büro des Architekten Hans Hagleitner aus Waakirchen. Der will im Ortszentrum mit dem Neubau einen „Platz der Begegnung“ rund um das Café mit überdachten Sitzplätzen im Freien schaffen, „der sich harmonisch ins Umfeld einfügt“. Der Baumbestand soll erhalten bleiben.

Laut Plan sollen die Verkaufsräume für Laden, Metzgerei und Bäckerei rund 360 Quadratmeter umfassen, im Keller sind Lager geplant, im 1. Stock und im Dachgeschoss sollen auf rund 760 Quadratmetern Wohnungen entstehen, teilweise barrierefrei, teilweise familiengerecht.

Sowohl für den Laden als auch für die Bäckerei mit Café gibt es bereits Interessenten, so Huber. Die Metzgerei soll der ortsansässige Metzger übernehmen, die Produktion soll im Rathausgebäude bleiben. Was mit dem Molkereigebäude geschieht, das sich seit Jahrzehnten im Besitz der Gemeinde befindet, ist noch offen. Derzeit steht das Gebäude leer. Huber könnte sich vorstellen, dass es saniert wird und dann die Wohnungen wieder vermietet werden.

Text: Johannes Thoma

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