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Kurze Pause am Set: (v.l.) Regisseur Matthias Kiefersauer bespricht sich mit den Darstellern Sebastian Bezzel, Gerhard Wittmann, Markus Krojer, Kathrin von Steinburg, Gundi Ellert, Ilse Neubauer und Fred Stillkrauth. 

Bayerischer Rundfunk in Peissenberg

Filmteam fand in Peißenberg das passende Set

Peißenberg - Im Bergbaumuseum und am Hohen Peißenberg wurden Szenen für die bayerische Komödie „Falsche Siebziger“ gedreht. Sie soll 2017 erscheinen. 

Ingo Hermann ruft „Es kehrt Ruhe ein, bitte“. Die Gespräche verstummen. Der Fokus liegt wieder auf Sebastian Bezzel, der ruhig seinen Text vorträgt. Zum fünften Mal schon spricht er ihn. Immer mit der gleichen Betonung, dem gleichen Gesichtsausdruck, der gleichen Haltung. Und der Kameramann fängt die Szene aus verschiedenen Positionen ein. Mal zielt er genau auf Bezzel, dann auf die Gruppe hinter ihm. Was er sagt? Was sie tun? Noch streng geheim. Denn gerade entsteht die Schlussszene für die bayerische Komödie „Falsche Siebziger“ – und zwar im Wald in Peißenberg, in der Nähe des Eberlhofs.

Seit 11. Oktober wird der Film, bei dem Matthias Kiefersauer Regie führt, im Auftrag des Bayerischen Rundfunks gedreht. Der Großteil entstand in der Nähe Münsings. Nur zwei der vielen Drehtage fanden in Peißenberg statt. Die Verantwortlichen hatten ein Bergwerk gesucht, in dessen Nähe ein Außendreh möglich ist – sie landeten in Peißenberg. In dem Museum ist gerade Revision, vieles ist abgebaut, das spielte dem Filmteam in die Karten. „Dadurch sieht es nicht so sehr nach Museum aus“, sagte Motivaufnahmeleiter Florian Erhard. Immerhin wird später im Film von einem echten Salzstollen die Rede sein.

Wozu’s den braucht? Nun, es sei soviel verraten: In der Komödie gibt’s einige Leichen, die nicht einfach beerdigt werden können. Denn die Dorfbewohner haben die Idee, drei gestorbene Senioren offiziell am Leben zu erhalten, um mit deren Rente besser über die Runden zu kommen. Die treibende Kraft ist dabei Hubertus Hochstetter, den Sebastian Bezzel mimt. Doch das Lügengebilde wird immer größer – und neue, neugierige Nachbarn machen den Betrügern das Leben auch noch schwer.

Wie’s letztlich ausgehen wird, ist voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer in der ARD zu sehen. Wobei sich Erhard auch einen größeren Rahmen vorstellen könnte: „Es könnte auch eine Kinoproduktion werden.“

Professionell sah das Geschehen in Peißenberg jedenfalls aus. Rund 50 Menschen wuselten Dienstag und Mittwoch in Bad Sulz herum – darunter auch Kräfte des Bauhofs, die beim Auf- und Abbau mithalfen. Hinter der Tiefstollenhalle standen ein Cateringservice und mehrere Wohnwagen. Darin konnten sich die Schauspieler zurückziehen, in die Maske begeben – und aufwärmen.

Beim Dreh im Wald hatten sie davon allerdings wenig. Auf der sumpfigen Wiese bekamen Bezzel & Co aber immerhin in den Pausen Ohrwärmer, Decken und Stühle gereicht, bevor es weiterging. Und so mancher Text immer und immer wieder wiederholt werden musste. 

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