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Sehr eng geht's im Wohnwagen zu. Die Bannerts leben hier zu fünft mit Chihuahua-Mischling Snoopie.

Familie lebt auf Peißenberger Campingplatz

Zu fünft im Wohnwagen

Peißenberg - Familie Bannert musste aus ihrer Wohnung in Andechs ausziehen.  Sie lebt nun auf dem Campingplatz in Peißenberg in einem Wohnwagen.

 Matsch auf dem Weg zur Toilette, Schimmelgeruch in der Luft und Mäuse im Vorzelt… Was diese Familie derzeit auf einem Campingplatz in Peißenberg erlebt, das werden vor allem die Kinder nicht mehr vergessen. Seit 16. Juli leben die zwei Buben (4 und 7 Jahre alt) mit ihren Eltern Daniela (38) und Markus (40) Bannert, der Oma (65) und dem siebenjährigen Chihuahua-Mischling Snoopie auf 25 Quadratmetern in einem Wohnwagen.

Und was wie ein verlängerter Abenteuerurlaub begonnen hat, wird zum Albtraum. „Wir leben seit Monaten auf dem Campingplatz und finden keine Wohnung, obwohl wir bis nach Niederbayern suchen“, sagt Markus Bannert. Seine Frau Daniela arbeitet als Reinigungskraft in Andechs, fährt jeden Tag rund 60 Kilometer.

In Andechs lebte die Familie zuvor jahrzehntelang – bis ihr wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde und sie Anfang März raus musste. Bei dem Mietshaus, in dem sie wohnten, waren sie zuvor Hausmeister und lebten in der Dienstwohnung. Dann gab’s einen Wechsel – und die neue Hausverwaltung brachte ihren eigenen Hausmeister mit. Von Geburt an hatte Markus Bannert in der Wohnung gelebt. Zunächst nur mit seiner Mutter, nach der Hochzeit zog seine Frau Daniela ein – die beiden bekamen zwei Söhne.

Seit 2. März steht die Familie auf der Straße: In gut sieben Monaten fand sie keine Bleibe. Anfangs lebte sie in Ferienwohnungen, dann auf dem Campingplatz. Zunächst zahlten sie für den 25-Quadratmeter-Wohnwagen 40 Euro pro Tag, dann kam ihr der Betreiber des Campingplatzes entgegen und verlangte nur noch 400 Euro pro Monat. Hinzu kommen aber die Kosten für die Gasheizung – die steigen, je kälter es wird. „Wir sind froh, dass wir den Wohnwagen haben, aber wir wünschen uns nichts sehnlicher als eine normale Wohnung“, sagt Markus Bannert. Für den gelernten Koch, der auch als Spediteur und Kraftfahrer gearbeitet hat, derzeit aber arbeitslos ist, habe sich die Wohnungssuche „zu einem Vollzeitjob“ entwickelt, sagt er: „Bis zu 400 Bewerber auf eine günstige Wohnung – kein Wunder, dass sich die Vermieter kinderlose Doppelverdiener rauspicken.“

„Die Gemeinden und Ämter schieben sich den schwarzen Peter zu“, sagt Bannert. Zwei Drei-Zimmer-Wohnungen habe er angeboten bekommen, aber die Vermieter hätten sie abgelehnt, weil die Wohnungen für fünf Personen zu klein waren. Mitarbeiter der Gemeinden Andechs und Peißenberg dagegen sagen, Bannert habe sich nicht ausreichend gekümmert. Er kontert: „Ich kümmere mich jeden Tag drum, aber wir sind eben zu fünft und können uns nur 800 bis 1000 Euro Miete leisten.“ Dabei würde er gern auch wieder als Hausmeister arbeiten.

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