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Mit einem Logo, das einen weißen Rollstuhlfahrer auf blauem Grund zeigt, hat die Gemeinde Peißenberg auf ihrer Homepage einige der Einrichtungen mit barrierefreiem Zugang markiert.

Nach  Vorschlägen des VdK

Gemeinde baut Barrieren ab

Peißenberg - Die Peißenberger Rathausverwaltung setzt Vorschläge des VdK zur Barrierefreihet um. Die Empfangstheke wird aber nicht abgesenkt.

Mit einem eigens erstellten Gutachten hat der Sozialverband VdK im Rahmen der Kampagne „Weg mit den Barrieren“ infrastrukturelle Schwachstellen in Peißenberg aufgezeigt. Was den gemeindlichen Einflussbereich anbelangt, war die Mühe offenbar nicht umsonst – zumindest ist die Rathausverwaltung dabei, so weit wie möglich ihre Hausaufgaben abzuarbeiten. In der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung berichtete Gebäudemanagerin Claudia Gorn unter anderem darüber, dass einer Anpassung der Beschilderung an den Querungshilfen am Rigi-Center verkehrsrechtlich nichts entgegensteht. Der Sozialverband hatte moniert, dass die „Leitplatten“ auf der Mittelinsel Rollstuhlfahrer und Kinder verdecken und damit Gefahrensituationen heraufbeschwören würden. Die rot-weiß-gestreiften Balken sollen nun abgebaut und die verbleibenden „Abweispfeil“-Schilder höhentechnisch nachjustiert werden. Bereits umgesetzt wurde laut Gorn die Neuregelung des Behindertenstellplatzes vor der St.-Johann-Kirche. Die Parkfläche wurde um 90 Grad gedreht und dadurch eine deutlichere Abgrenzung zu den Radständern geschaffen. Am Rathausvorplatz wiederum soll laut Gorn die Beschilderung für den Behindertenparkbereich ergänzt werden. Der kaum benutzte und zu enge Behinderten-Stellplatz an der Längsseite des Rathauses wurde hingegen aufgelöst.

Tätig wird die Rathausverwaltung auch in puncto „Behinderten-WC“. Die Toilette im Rathaus-Erdgeschoss soll im nächsten Jahr ebenso wie das WC am Friedhof mit einem den VdK-Empfehlungen entsprechenden Notrufsignal und einem von außen bedienbaren Schließzylinder ausgerüstet werden. Apropos Empfang: Der VdK hatte kritisiert, dass die Empfangstheke im Rathausfoyer für Rollstuhlfahrer zu hoch und die Kommunikation mit dem Personal dadurch erschwert sei. Doch in nächster Zeit wird es am Empfang keine Umbauten im Sinne der Behinderten-DIN-Norm geben. Der Grund: Die Einbauten an der Rathauspforte sind erst vor wenigen Jahren vorgenommen worden, ein neuerlicher Eingriff sei deshalb finanziell nicht vertretbar: „Die Damen an der Pforte stehen im Bedarfsfall auf und gehen vor die Theke“, so Bürgermeisterin Manuela Vanni im Ausschuss. Die Bereitschaft wird auch im VdK-Gutachten gelobt, allerdings nicht als ausreichend erachtet: „Die Mitarbeiter am Empfang“, so heißt es, „versichern glaubhaft, stets behilflich zu sein, aber Barrierefreiheit bedeutet nun mal die selbständige Nutzung in allen Bereichen.“

Bereits getan hat sich etwas in Sachen „Gemeinde-Homepage“: Die Internetplattform wurde – wenn auch spärlich – mit Infos für Menschen mit Behinderungen aufgepeppt. Zum Beispiel sind öffentliche Einrichtungen oder Veranstaltungsorte, die einen barrierefreien Zugang ermöglichen, mit entsprechenden Symbolen gekennzeichnet.

Bernhard Jepsen

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