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Zu den besten und den geehrten Abschlussschülern haben sich Schulleiter Johann Socher (links) und Konrektorin Susanne Coldwell (rechts) aufs Bild gesellt. 

Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg  

Ein Abend für „Erfolgsmodelle“

Peißenberg – 40 Neuntklässler und 39 Zehntklässler wurden in der Tiefstollenhalle verabschiedet. Das Programm war bunt:

Mit großen Schritten lief Thomas Kolahsa über die Bühne, auf seinem Kopf eine große grüne Mütze samt rotem Kunstbart. Mal sang der Lehrer selbst ins Mikrofon, dann hielt er es einem seiner Schüler vor die Nase. Gemeinsam trällerten sie das irische Volkslied „Cockles and Mussels“ – und die vielen Besucher in der Tiefstollenhalle lachten herzhaft. Die Klasse 10 Ma der Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg hatte bei einer Schulveranstaltung vor wenigen Wochen gut gelaunte Iren gemimt – und ist bei der Abschlussfeier am Donnerstagabend noch einmal für kurze Zeit in ihre damaligen Rollen geschlüpft. Bevor aber die grünen Hüte, die Irland-Flagge und – natürlich – die hervorragenden Stimmen herausgeholt wurden, hatte Kolahsa seinen Schützlingen die Zeugnisse überreicht. „Wir können stolz auf euch sein, und ihr könnt stolz auf euch sein“, sagte der Lehrer und ergänzte: „Ihr seid sogenannte Erfolgsmodelle.“

Für die beginnt nun ein neues Leben – manche besuchen weiterführende Schulen, andere haben Lehrverträge in der Tasche, werden zum Beispiel Schreiner, Mechatroniker, Mediengestalter und Zahnarzthelferin, wie Schulleiter Johann Socher sagte. Insgesamt verabschiedete die Mittelschule heuer 79 Schüler – 40 Neuntklässler und 39 Zehntklässler. Mit deren Ergebnissen war Socher sehr zufrieden. „Viel besser“ als im vergangenen Jahr seien die Zeugnisse gewesen.

Bei den zehnten Klassen gelang Kilian Böck und Andreas Neuner mit 1,67 der beste Notendurchschnitt. Von 40 Schülern schaffte nur einer den Abschluss nicht – er wiederholt die Klasse freiwillig, um die Schule im kommenden Jahr mit einer besseren Note verlassen zu können. Bei den Neuntklässlern, die nicht weiter den M-Zweig besuchen, hatten 37 Schüler die Prüfungen für den Quali absolviert – 24 von ihnen bestanden. Die beste Note hatte dabei Adna Grgic (1,88).

Zwischen den Zeugnisübergaben gab’s ein buntes Programm, das Gaby Zeitler als Organisatorin der Feier wieder auf die Beine gestellt hatte. Die Schulband trat auf und es fegten Tanzpaare der Abschlussklassen sowie eine Hip-Hop- und eine umjubelte Rock’n’Roll-Gruppe übers Parkett.

Doch so gut die Stimmung war und so viel Lob es für die erfolgreichen Schüler gab – es wurde auch an jene gedacht, die nicht ihren Wunsch-Notenschnitt erreicht hatten. „Abgerechnet wird zum Schluss“, sagte Elternbeiratsvorsitzende Sabine Ingelsberger und machte den Abgängern Mut für die Zukunft. An die Mamas und Papas der Schüler, die den Quali nicht bestanden haben, richtete sie folgende Worte: „Fangt sie auf, die gehen ihren Weg.“

Daran ließ auch Schulleiter Socher keinen Zweifel aufkommen. „Ihr habt jetzt schon in einer guten Liga gespielt, der Liga der Mittelschule. Jetzt macht ihr alle einen Aufstieg“, sagte der Rektor, der für seine Fußballleidenschaft bekannt ist – und zur Unterstützung seiner Worte einen Ball mit auf die Bühne gebracht hatte.

Den Schulsprecherinnen Nancy Werner und Stefanie Jacobsen reichten die Mikros. Sie bedankten sich bei allen, die sie bisher begleitet hatten – Lehrern, Eltern, Rektoren, Schul-Sozial-Arbeiterinnen, Hausmeistern und Raumpflegern. Letztere würde Jacobsen „wirklich gerne in mein weiteres Leben mitnehmen“. Und natürlich verabschiedeten sich die beiden auch von ihren bisherigen Mitschülern. „Schön, dass wir diesen Weg gemeinsam gegangen sind, durch dick und dünn“, sagte Werner – und ergänzte: „Aber nicht durch dick und doof.“

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