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Ein Problem: Das Verkehrsschild steht genau vor dem Werbepylonen. 

Verkehrsdisziplin lässt zu wünschen übrig

Am Kreisel läuft’s noch nicht rund

Peißenberg - Der neu Kreisel in Peißenberg kommt nicht gut an. Die Verkehrsdisziplin  lässt zu wünschen übrig, zwei Pfosten wurden schon umgefahren.

Die Peißenberger und ihr neuer „Minikreisel“ – das ist bislang noch keine Liebesbeziehung. „Zu teuer“, „zu eng“, „reine Schikane“, „nutzlos“, „unfallfördernd“ und „hässlich“: Kritische Stimmen zu dem – inklusive Bushaltestelle am Friedhof – rund 200 000 Euro teuren Bauprojekt an der Ecke Schongauer Straße/Bergwerkstraße gibt es genügend.

Auch in der jüngsten Marktratssitzung war der Kreisverkehr ein Thema – und das nicht nur, weil bereits zwei Zierpfosten umgefahren worden sind. „Der Kreisel würde dann gut funktionieren“, so Bauamtsmitarbeiter Bernhard Schregle, „wenn sich jeder an die Regeln halten würde.“ Doch mit der Verkehrsdisziplin nehmen es viele Autofahrer offenbar nicht so ernst. Bei einem Ortstermin hat man laut Schregle festgestellt, dass die Beschilderung zum Teil schlichtweg ignoriert wird. Von manchen Fahrern sei den Bauamtsvertretern sogar „die drohende Faust“ gezeigt worden.

Schregle räumte im Marktrat ein, dass am Kreisverkehr noch die Bodenmarkierungen fehlen. Das Problem: Die wenigen Fachbetriebe in der Branche hätten derzeit volle Auftragsbücher. Die mit der Gesamtprojektumsetzung betraute Baufirma „Strohmeier“, so Schregle, würde sich aber um Ersatz bemühen. Nicht optimal positioniert ist zudem die Beschilderung in Fahrtrichtung Westen. Die Kennzeichnung für den Kreisverkehr und das „Vorfahrt gewähren“-Schild liegen genau im Blickfeld des beleuchteten Werbepylonen – das führt zu Irritationen: „Wir werden dort mit einer Vorbeschilderung und einer Meterangabe arbeiten müssen“, kündigte Schregle an.

Thomas Bader (CSU/Parteilose) wiederum monierte in der Ratssitzung den „sehr kantigen Absatz“ der Mittelinsel des Kreisverkehrs. Doch das Problem scheint inzwischen gelöst. Wie Bauamtsmitarbeiter Thomas Schamper auf Nachfrage der Heimatzeitung bestätigte, sei die fünf Zentimeter hohe Kante von einer Spezialfirma abgerundet worden: „Da passiert sicher nichts. Beim Überfahren tut es halt einen Rumpler, aber genau das will man ja.“ Viele LKW-Fahrer haben nach Schampers Beobachtungen übrigens „noch nicht gecheckt“, dass sie bei übergroßer Fahrzeuglänge im Gegensatz zu den Autofahrern die Mittelinsel überfahren dürfen. „Da zwickt’s noch“, so Schamper, der vom Sinn und Zweck des „Minikreisels“ als Verkehrsberuhigungselement überzeugt ist: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass er gut ist. Man muss halt langsamer fahren.“ Er ist optimistisch, dass sich die Peißenberger mit der Zeit an den „Minikreisel“ gewöhnen werden: „Das wird sich einspielen.“

„Nicht ganz einfach“ werde jedoch der Winterdienst. Unter Umständen müsse man bei den jeweiligen Räumeinsätzen den Kreisel kurzfristig absperren. „Da müssen wir mal abwarten und schauen. Aber der Kreisel bedeutet natürlich einen gewissen Mehraufwand beim Unterhalt“, sagte Schamper.

Bernhard Jepsen

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