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Erfolgreich mit dem Mountainbike: Das Foto von Peter Reinermann entstand 2003. Da war der Peißenberger bereits zweifacher Mountainbike-Weltmeister der Hobbyfahrer.

Was macht eigentlich ... Peter Reinermann?

Familienleben statt Wettkämpfe

Peißenberg - Früher zählte bei Peter Reinermann der Leistungsgedanke. Mittlerweile hat der ehemaliger Mountainbike-Weltmeister (56) das Kitesurfen für sich entdeckt und liebt Mittelalterfeste.

Gutes Team: Reinermann und seine Frau Undine am Dienstag an der Kapelle St. Michael, als sie auf den Hohen Peißenberg liefen. Seine Frau und die beiden Töchter stehen für den 56-Jährigen an oberster Stelle. 

Er fuhr Rennrad, Mountainbike und nahm an Bergläufen und Skitourenrennen teil. Wettkämpfe waren Peter Reinermanns Sache. Da trumpfte er auf, da gab’s die Belohnung für all die Mühen. Der Peißenberger wurde unter anderem zwei Mal Mountainbike-Weltmeister der Hobbyfahrer (2001 und 2002), holte einmal den WM-Vizetitel (2003). Er gewann die Bayerische Meisterschaft (2004) und errang bei der Transalp den dritten und fünften Gesamtrang mit dem Team. Dann fand er Gefallen am Laufen, Reinermann gewann beim Zugspitz-Extremberglauf in seiner Altersklasse M50. Ein echter Wettkampftyp eben. Bis 2012. Seitdem ist der 56-Jährige bei keinem Rennen mehr am Start gewesen. „Man muss doch nicht das ganze Leben das gleiche machen“, sagt er und lächelt.

Gut, mit dem Sport hat er nicht aufgehört. Er hat das Kitesurfen für sich entdeckt, geht auf den Berg, klettert und unternimmt Skitouren. Aber er betreibt Sport anders als früher – nicht mehr mit dem Hintergedanken, besser als andere sein zu müssen. Reinermann will seine Freizeit genießen. „Zu 80 Prozent betreibe ich Sport gemeinsam mit meiner Frau“, sagt er. Um beweglich zu bleiben, gehen Peter und Undine Reinermann zum Yoga. Und jeden Dienstag geht’s auf den Hohen Peißenberg. „Der ist einfach perfekt“, sagt er – und für den Peißenberger, der mit seiner Familie in seinem Elternhaus wohnt, quasi direkt vor der Wohnungstür.

Auch mit den beiden Töchter – Sophia (18) und Leonie (13) – verbringt Reinermann viel Zeit. Sie und Frau Undine sind für ihn das Wichtigste im Leben. „Ich bin froh, dass ich so eine super Familie habe.“ Die hatte ihn auch zu Wettkampfzeiten unterstützt, als er bis zu 26 Stunden in der Woche trainierte. „Sonst wäre das nicht gegangen.“

Demnächst fährt die ganze Familie mit dem VW-Bus nach Griechenland. „Wir campen gern“, sagt Reinermann. Die Familie teilt noch eine weitere Leidenschaft: den Besuch von Mittelalterfesten. „Wir fahren mit dem VW-Bus hin, übernachten dort und machen auch mit.“ Reinermann selbst „trommelt ein bisschen“. Seine jüngere Tochter spielt Gitarre. In Kaltenberg war die Familie bereits, ebenso in Maxlrain, Reutte und auf Schloss Amerang. Sich zu verkleiden, bei Umzügen dabei zu sein, der mittelalterlichen Musik zu lauschen, „das macht einfach Spaß“, schwärmt Reinermann, der bei „Energie Südbayern“ in Weilheim als stellvertretender Betriebsstellenleiter arbeitet. Trotz seiner Leidenschaft für Veränderungen ist er dem Unternehmen seit 1983 treu. Reinermann grinst: „Ja, ich gehöre schon zum Inventar.“ Es muss sich ja auch nicht alles ändern. 

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