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So könnte es künftig aussehen: Die Projektgruppe "Bau" plant ein Pultdach. Dieses soll in Richtung Süden - also hin zu den Außenbecken - geneigt sein.

Vorschlag der Projektgruppe "Bau"

"Rigi-Rutsch'n": Neues Dach als erster Schritt

Peißenberg - Viele glauben nicht, dass die "Rigi-Rutsch'n" eine Zukunft hat. Und während sie grübeln, basteln andere am Konzept. Ein erster Vorschlag wurde nun vorgelegt.

Die bisherige Situation: Bisher war auf einem Teil des „Rigi-Rutsch’n“-Gebäudes ein Faltdach. Das reichte allerdings nicht über den Saunabereich (1) und den Teil, in dem die Innenbecken sind (2). Zudem gab es eine Terrasse.

Sie beratschlagen sich, sammeln Ideen, sieben einige wieder aus: Bisher taten sie all das im Stillen. Nun aber hat eine der fünf Projektgruppen, die an der Zukunft der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ basteln, ein erstes Vorhaben angestoßen. Die zehn Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bau“ haben einen Vorschlag gebracht, wie künftig das Dach der „Rigi-Rutsch’n“ aussehen könnte. Das Peißenberger „Ingenieurbüro Franz“ entwickelte die Ideen weiter und arbeitete einen Entwurf aus – alles ehrenamtlich. Das Ergebnis legte Günther Forster, Vorstand des Kommunalunternehmens „Gemeindewerke Peißenberg“, am Mittwochabend dem Verwaltungsrat vor – und der gab grünes Licht, die Variante weiterzuverfolgen. Damit wird ein erstes Vorhaben, das die „Rigi-Rutsch’n“ in die Zukunft führt, konkret.

Bis zum Brand hatte ein Faltdach einen Teil des Gebäudes bedeckt. Nach den neuen Plänen soll ein in Richtung Süden geneigtes Pultdach gebaut werden. Es ging bei den Überlegungen „um die Nachhaltigkeit und energetische Fragen“, sagte Helmut Guggenmos, Leiter der ehrenamtlichen Projektgruppen bei einem Pressegespräch. Sowohl ein Faltdach als auch ein Flachdach seien anfälliger für Schäden als ein Pultdach, erklärte Guggenmos, der studierter Bauingenieur ist. Zudem ermöglicht ein in Richtung Süden geneigtes Dach zum Beispiel das Anbringen von Solaranlagen. Ob diese tatsächlich kommen, steht noch nicht fest. Aber mit den Plänen des Dachs „kann die Gruppe, die sich mit der Energetik befasst, arbeiten“, sagte Guggenmos.

Das Dach soll aber nicht nur eine neue Form bekommen, sondern auch deutlich größer werden und damit mehr Platz für ein Obergeschoss bieten – im Gegensatz zur bisherigen Variante wären auch der Saunabereich und der Gebäudeteil, in dem sich die Innenbecken befinden, überdacht. Zudem gebe es keine Terrasse mehr. Das heiße aber nicht, dass keine Bewirtung mehr angedacht ist, betont Guggenmos: „Man kann ja vielleicht andere Möglichkeiten schaffen.“

Dass als Erstes die Pläne für das Dach konkret werden, hat einen einfachen Grund: „Es regnet rein. Regen bedeutet Korrosion. Wir müssen was machen, damit die Substanz erhalten bleibt“, sagte Guggenmos.

Auch alle anderen Gruppen feilen derzeit an ihren Ideen. Der Projektgruppen-Leiter schwärmt von den Ehrenamtlichen: „Das sind alles Fachleute. Da ist Substanz da, es ist schön, so zu arbeiten.“ Voraussichtlich bis Ende Juli soll das Konzept vorliegen. Das wird neben den baulichen Aspekten und der Energetik unter anderem die Themen „künftige Nutzung“ und „Preisgestaltung“ umfassen.

Wann die ersten Änderungen angepackt werden können, ist noch unklar. Zum Beispiel müssen für das Dach noch Genehmigungen eingeholt werden. Zudem müssen die entsprechenden Baufirmen auch erst einmal Zeit haben. Guggenmos aber hat bereits einen Termin im Blick: „Wir würden uns wünschen, dass Weihnachten ein Dach drauf ist“, sagte er und schob gleich hinterher: „Für Weihnachten darf man sich ja was wünschen.“

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