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Neue Bienenköniginnen-Züchter (v.l.): Franz Prokesch, Herbert Sonn, Leopold Mühlegger, Dr. Johannes Hager, Gerhard Rischbeck, Eugen Pogorel, Christian Schuster und Jakob Guggemoos.

 Bienenzuchtverein betreut 520 Bienenvölker

Peißenberger Imker wurden zu Bienenköniginnen-Züchtern ausgebildet

Peißenberg – Weil die Bienenkönigin so wichtig fürs Ökosystem ist, haben elf Imker des Bienenzuchtvereins Peißenberg sich zu Züchtern ausbilden lassen.

Bis zu 2000 Eier kann eine Bienenkönigin pro Tag legen. Damit sorgt sie für fortwährenden Nachwuchs und trägt einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden Ökosystem bei.

Um den Bestand der Königinnen im Bienenzuchtverein Peißenberg zu garantieren, machten elf Imker des Vereins ein Seminar zum Königinnen-Züchter. Dabei zeigten die Imker Jakob Guggemoos und Gerhard Rischbeck, dass es in der Zucht von Königinnen keine Geheimnisse gibt. Zu Beginn des Seminars wurden die höchstens drei Tage alten Bienenlarven in ein Näpfchen umgesetzt. „Sie werden mit hormonhaltigem Futter von den Bienen versorgt“, sagte Rischbeck. Allein die Nahrung entscheide, ob sich aus der Larve später eine Arbeiterin oder eine Königin entwickle. Mit welchem Futter die Larve versorgt wird, entscheiden die Bienen nach der Anordnung der Zelle, in der die Larve liegt: Ist die Zelle waagrecht angeordnet, wird die Larve mit Pollen und Nektar versorgt und sie wird eine Arbeiterin. Ist die Zelle nach unten gerichtet, wird die Larve mit hormonhaltigem Futter versorgt und wird zur Königin, sagte Rischbeck.

Diese Nahrung werde Gelee Royal genannt und enthalte eine hohe Konzentration an Vitaminen, Enzymen und Aminosäuren, die der Königin Energie geben. Ein ernsthaftes Problem für Bienenzüchter und Imker sei, dass der Mais in der Region kräftig zunehme, sagte Rischbeck. „Seitdem wir den Mais haben, sterben die Bienen“, sagte er. Das liege daran, dass dieser wegen eines Schädlings gebeizt werde. Über die Nahrungskette gelange das Gift zu den Bienen, die dadurch kürzer lebten und sogar ihre Tänze einstellten.

Der Bienenzuchtverein feiert dieses Jahr sein 100-Jähriges und betreut 520 Bienenvölker.

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