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Prost auf das Einjährige: Das „Schick“-Team mit Marktleiterin Michaela Hartl (hinten 2.v.r.) und BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl (hinten). 

Ein Jahr BRK-Kleidermarkt

„Schick“ kommt langsam in Mode

Peißenberg - Ein Jahr gibt es jetzt den BRK-Kleidermarkt in Peißenberg. 250 Kunden kommen mittlerweile pro die Woche, es braucht aber noch mehr.

Sekt, Häppchen, Luftballons, reduzierte Preise und jede Menge gute Laune: Der Peißenberger Rot-Kreuz-Kleidermarkt „Schick“ gönnte sich zum einjährigen Bestehen eine Geburtstagsfeier. Auch der BRK-Chef half bei den Vorbereitungen mit und übernahm das Luftballonaufblasen: „Ich bin heute die Pumpe. Fürs Helium hat es nicht mehr gelangt. Wir müssen sparen“, witzelte BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl. Nun, ganz so schlimm ist es finanziell um den „Schick“ nicht bestellt – wenngleich die Startphase für den Boutiqueähnlich eingerichteten Second-Hand-Laden nicht einfach war. Inzwischen ist die Resonanz aber recht passabel. In der Woche verzeichnen Marktleiterin Michaela Hartl und ihr ehrenamtliches Helferteam rund 250 Kunden – mit steigender Tendenz. „Es wächst langsam, aber das haben wir vorher gewusst“, erklärte Eberl. 3000 Euro Umsatz bräuchte man im Monat, um die Fixkosten für den Laden im Marie-Juchacz-Weg zu decken. Bei 2500 Euro liegt man derzeit. Es braucht also noch mehr Kunden. Gern auch das einkommensstärkere Klientel, denn dieses subventioniert gemäß Ladenkonzept die sozial schwächer gestellte Zielgruppe mit.

BRK-Chef ist weiter von der Idee überzeugt

Alles in allem zog Eberl eine positive Zwischenbilanz des Kleidermarkts: „Ich bin recht zufrieden und von der Idee des Ladens nach wie vor überzeugt. Es wäre illusorisch zu glauben, dass nach einem Jahr schon alles läuft.“ In den Kreisverbandsgremien ist bereits der Beschluss gefasst worden, das Pilotprojekt „Kleidermarkt“ zu verlängern: „Die nächsten anderthalb bis zwei Jahre machen wir auf alle Fälle weiter. Mit der Zielsetzung, dass es sich irgendwann selbst trägt. Dann ist alles super“, so BRK-Geschäftsführer Eberl. Was den „Schick“-Kleidermarkt auszeichnet, ist neben den extrem günstigen Preisen vor allem die Qualität der von den Spendern überlassenen Verkaufsware. Der Laden verfügt über ein breites Angebot an Markenkleidung, zum Teil sind die Stücke sogar noch nagelneu und originalverpackt. Das wissen die Kunden zu schätzen: „Letztens hat ein Mann beim Rausgehen zu mir gesagt: ,Danke, dass es euch gibt.’ Das ging runter wie Öl“, erzählte Leiterin Hartl.

Die Öffnungszeiten

im „Schick“: Montag, Dienstag, Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr. Infos: Telefon 08803/4883171 und E-Mail kmpbg@kvwm-sog.brk.de.

Bernhard Jepsen

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