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Premiere in der Kirche Maria Aich: 30 Jubiläumspaare erhielten den Segen von Pfarrer Georg Fetsch. 

Segnung von  Jubiläumspaaren

Ein besonderes Fest für Eheleute

Peißenberg - Die Pfarreiengemeinschaft Peißenberg-Forst  feierte ein besonderes Fest.  Jubiläumspaare waren erstmals zur kirchlichen Segnung eingeladen.

 Die Maria-Aich-Kirche ist bei Brautpaaren seit jeher eine beliebte Lokalität, um sich vor dem Herrn das Ja-Wort zu geben. Zugegeben, die ein oder andere Ehe endet dann vielleicht vor dem Scheidungsrichter. Doch bei den meisten Paaren wird tatsächlich der Bund fürs Leben geschlossen. Und so etwas muss natürlich gebührend gefeiert werden: Die katholische Pfarreiengemeinschaft Peißenberg-Forst lud am vergangenen Samstag jene Ehepaare, die heuer silbernes, goldenes oder diamantenes Hochzeitsjubiläum haben, zu einer gemeinsamen Zentralfeier ein. Im Pfarrheim St. Johann gab es Kaffee und Kuchen, zuvor traf man sich zu einem Gottesdienst – selbstverständlich in der Maria-Aich-Kirche.

89 Jubiläumspaare hatten die Organisatoren um Claudia Hörbrand sowie Agi und Fritz Dirschowski auf ihrer Einladungsliste stehen. Letztendlich waren es 30 Paare, die sich von Pfarrer Georg Fetsch den kirchlichen Segen holten. Für die Premiere eine recht ordentliche Teilnehmerzahl – und die Veranstaltung, die künftig jährlich stattfinden soll, erfreute sich auch inhaltlich positiver Resonanz: „Ich finde das eine sehr gute Idee. Wir wollten sowieso mit einer Messe feiern“, war Theresia Klattig vom neuen Angebot der Pfarreiengemeinschaft angetan. Für die 72-Jährige und ihren Ehemann Fritz steht im Oktober der goldene Hochzeitstag an. Lobende Worte gab es nach dem Gottesdienst auch von Hans Scherer: „Das ist eine gute Sache, dann muss sich nicht jedes Paar selber um seine kirchliche Feier kümmern.“. Der 86-Jährige feiert im Juli mit seiner Frau Theresia diamantene Hochzeit. Für Scherer „an sich nichts Außergewöhnliches“: „Wir beide halten auch sonst zusammen“, betonte er. Die Teilnahme am Gottesdienst war für die Scherers auch irgendwie eine logische Konsequenz: „Wir gehen auch sonst immer in die Kirche“, erzählte die Gattin, die obendrein noch ihr persönliches Erfolgsrezept für die Ehe verriet: „Aufeinander Rücksicht nehmen und etwas miteinander unternehmen.“ „Ausdauer, Durchhaltevermögen, gute Nerven, Gottvertrauen und sich an schönen Ereignissen gemeinsam hochziehen“, das sind für Anneliese und Christian Tuscher die Grundvoraussetzungen für eine langanhaltende Ehe. Bei den Eltern von zwei Zwillingstöchtern funktioniert das nun schon seit 25 Jahren. Dass sich die Eheleute für den Jubiläumsgottesdienst angemeldet hatten, könnte man zunächst als Pflichtaufgabe abtun. Anneliese Tuscher arbeitet schließlich im Pfarrbüro, da weiß man, was sich gehört. Doch bei den Tuschers war die Teilnahme eine Herzensangelegenheit: „25 Jahre sind schon was Besonderes“, sagte der Ehemann – „und den Draht nach oben darf man nicht auslassen“, ergänzte die Gattin am Rande der Feierlichkeiten. Sieht ganz so aus, als ob bei den Tuschers in 35 Jahren die diamantene Hochzeit ansteht: „Wenn mas derleben, dann schon“, antwortete die Gattin.

Doch auf die Dauer der Ehe kommt es gar nicht so sehr an, wie Pfarrer Georg Fetsch in seiner Predigt erklärte: „Es ist nicht so wichtig, wie lange man schon verheiratet ist, sondern es geht um die Intensität.“ Außerdem soll „Zeit“ im christlichen Glauben nur ein relativer Begriff sein: „Gott schenkt grenzenlose Zeit“, sagte Fetsch während des Gottesdienstes. Dieser wurde professionell von Organisten Thomas Bodenmüller und Geigenspielerin Veronika Beier begleitet.

Bernhard Jepsen

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