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Stabwechsel bei der Ökumenischen Sozialstation zwischen Oliver Pilz (5.v.r.) und Claudia Hörbrand (r. daneben). Mit auf dem Bild (v.l.) Anton Speer (Landrat Garmisch-Partenkirchen), Nadia Abi Haidar (Geschäftsführerin Diakonie Oberland), Regina Bartusch (stellvertretende Landrätin Weilheim-Schongau) sowie (v.r.) Brigitta Hofmann (CAB-Geschäftsführerin), Sabine Bölt (Vorsitzende der Mitarbeitervertretung) und Eugen Trautmann (Aufsichtsratsvorsitzender der Sozialstation). 

Oliver Pilz geht, Claudia Hörbrand kommt

Stabwechsel bei der Sozialstation

Peißenberg - Eine Wechsel gibt es in der Ökumenischen Sozialstation in Peißenberg. Claudia Hörbrand übernimmt von Oliver Pilz die Geschäftsführung.

Mit einer Andacht, vielen freundlichen Worten und einem Kuchenbuffet wurde am Freitag im Caritas-Seniorenzentrum in Peißenberg die neue Leiterin der „Ökumenischen Sozialstation Oberland“ willkommen geheißen. Zugleich wurde Oliver Pilz verabschiedet. Er hört nach drei Jahren als Leiter auf. Ausschlaggebend für die Entscheidung des 45-Jährigen war der Wunsch seiner gesamten Familie gewesen, in die Heimat Franken zu ziehen. Er wird in Würzburg Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes. „Der Kontakt zur Region hier wird aber nicht abreißen, mich interessiert, wie es hier weitergeht“, sagte er. Was er vermissen wird? „Vor allem die Berge und die Landschaft im Allgemeinen, es ist eine tolle Gegend zum Leben und Wohnen“, so Pilz.

Während seiner Zeit als Geschäftsführer entstanden unter anderem neue Konzepte wie die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Weilheim, außerdem wurde durch ihn die Qualität von „Essen auf Rädern“ verbessert, indem zum Beispiel Rohkost angeboten wird, hieß es bei der Feier.

Ab 1. Oktober wird Claudia Hörbrand, die seit 2009 das Caritas-Seniorenzentrum leitet, seine Stelle übernehmen. Bis zum 1. Januar wird Hörbrand in Teilzeit das Seniorenzentrum führen, dann soll ihre Nachfolge geregelt sein. „Es wird bereits verhandelt, die Person kommt aus der Region“, verriet die 48-Jährige.

Hörbrand hat nach eigener Aussage keinen Grund gehabt, sich für den neuen Posten zu bewerben – und es auch nicht getan, da sie sich in der Rolle als Leiterin des Caritas-Seniorenzentrums beheimatet fühlt. „Aber als man mich gefragt hat, dachte ich, vielleicht ist es gut, auch mal die andere Seite zu sehen“, so Hörbrand. „Dann hab ich mich entschlossen, die Herausforderung anzunehmen.“

Mit dem Wechsel vom Seniorenzentrum zur Sozialstation bleibt Hörbrand im Verbund der zahlreichen Einrichtungen der „Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH“ (CAB), die auch Mehrheitsgesellschafterin der Sozialstation Oberland ist. Mitgeschäftsführerin bleibt Brigitta Hofmann, die zugleich Geschäftsführerin der CAB ist.

Bei der Feier ging es auch um den Beruf an sich. In der Kapelle des Seniorenzentrums verdeutlichte Pfarrer Dr. Rainer Mogk anhand eines Bildes von Paul Klee, was die Menschen im Kreis der Sozialstation ausmache. So seien die großen Augen der Figur ein Sinnbild dafür, nicht wegzuschauen. Die große Stirn stehe dafür, Verstand besitzen zu müssen, und die zarte Hand dafür, dass angepackt wird, aber mit viel Fingerspitzengefühl.

Mogk wünschte Hörbrand alles Gute für ihren Neuanfang und Pilz für die Aufgaben, die nun auf ihn zukommen werden.

Nach der Andacht schlossen sich einige weitere Personen Mogk mit positiven Wünschen an Hörbrand und Pilz an, drückten, aber auch ihr Bedauern über Pilz Entschluss zu gehen aus. „Als wär’s erst gestern gewesen, dass Sie bei uns angefangen haben“ – diesen Satz hörte man öfters. „Uns ist es in unserem Job wichtig, dass die Menschen so lange wie möglich zuhause, in ihrer Heimat, bleiben können. Daher verstehe ich es auch, dass es Sie zurück in Ihre Heimat zieht“, sagte Nadia Abi Haidar, die Geschäftsführerin der Diakonie Oberland. „Zuhause gibt’s dann wahrscheinlich auch wieder mehr Wein, und da schmecken die Bratwürste auch besser“, fügte sie mit einem Augenzwinkern hinzu. Laut Abi Haidar habe durch Pilz die Sozialstation wieder Boden unter den Füßen gewonnen, er habe einiges vorangebracht.

Hörbrand bringe viel Erfahrung mit so die Geschäftsführerin. „Sie ist eine Frau, die, mit Maß und Struktur die Sozialstation leiten wird.“ Stellvertretende Landrätin Regina Bartusch hob die Wichtigkeit der Sozialstation – die größte im Süden Deutschlands – hervor: „Wenn ich nach Weilheim fahre, kommen mir oft die kleinen, roten Autos entgegen“, so Bartusch. Dass so viele Mitarbeiter sich so aktiv um andere Menschen kümmerten, sei eine tolle Sache. Sie sprach auch über die Zukunft, die einige Veränderungen mit sich bringen würde, wie Wohngruppen, alternative Wohnformen und zunehmend Plätze in der Tagespflege.

Luca von Prittwitz

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