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Der Marktrat wollte über eine Öffnung der "Rigi-Rutsch'n" nach dem Brand befinden. Darf er aber nicht.

weil Gemeindewerke Kommunalunternehmen sind

Gemeinderat hat bei „Rigi-Rutsch’n“ nichts zu melden

Peißenberg - Der Marktrat wollte selbst entscheiden. Doch weil die Gemeindewerke ein Kommunalunternehmen sind, kann er nicht an der ausfallenden Freibadsaison rütteln.

 Die Proteste gegen die ausfallende Freibadsaison der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ sind groß. So groß, dass sich zwei Fraktionen – die Peißenberger Bürgervereinigung und die SPD – zusammentaten und einen Antrag stellten, dass das Freibad heuer doch geöffnet wird. Was für viele Badfreunde gut klang, ist letztlich nicht viel wert: Der Marktrat ist für die „Rigi-Rutsch’n“ nicht zuständig, schrieb Bürgermeisterin Manuela Vanni am Montag in einer Pressemitteilung. Das Rathaus hatte den Antrag der beiden Fraktionen vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband und dem Landratsamt prüfen lassen, die zu dieser Einschätzung kamen.

Ein Beschluss des Marktgemeinderats „wäre nichtig“, teilte das Landratsamt auf Nachfrage der Heimatzeitung per E-Mail mit. „Die Gemeinde hat den Betrieb des Freibads an das Kommunalunternehmen übertragen. Damit entscheidet der Vorstand über die Frage, ob das Freibad geöffnet wird“, heißt es. Vielmehr noch: Die Behörde sieht nicht einmal „eine Zuständigkeit des Verwaltungsrats“. Günther Forster, Vorstand der Gemeindewerke, könnte eine solche Entscheidung ganz allein treffen. Der Verwaltungsrat stimmte trotzdem im April darüber ab – und bekräftigte am Mittwoch noch einmal seine Entscheidung. Das Gremium blieb dabei, dass die Freibadsaison ausfällt – und stärkte Forster damit den Rücken.

Der Gemeindewerksleiter sagte gestern zur Einschätzung von Landratsamt und Kommunalem Prüfungsverband: „Für uns, das Unternehmen, ist es wichtig, eine Bestätigung zu haben, was wessen Aufgabe ist. Insgesamt trägt das zur Klarheit bei.“ Er will mit den Projektgruppen die Planungen zur Zukunft des Bads weiter vorantreiben. „Es läuft gut, aber wir sind noch nicht soweit, dass wir die momentanen Stände veröffentlichen können.“ Probleme hat der Starkregen bereitet – es drang Wasser ins Gebäude der „Rigi-Rutsch’n“, es tropft an mancher Stelle von der Decke. „Vor diesen Witterunsgbedingungen ist man nie gefeit“, sagte Forster. „Wir sind dran und schauen, welche Maßnahmen am schnellsten umsetzbar sind.“ Es gebe aber durch das Wasser „keine größeren Schäden als zuvor“. 

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