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Wird es diesen Sommer nicht geben: einen Klangschalenabend in der Sauna.

Zu wenig Besucher 

Ab Montag ist auch die Sauna zu

Peißenberg - Jetzt ist der Betrieb komplett eingestellt. Weil zu wenige Besucher  in die Sauna  kommen, legt die „Rigi-Rutsch’n“ eine Sommerpause ein.

Nein, 2016 ist wahrlich kein gutes Jahr für die Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“. Niemand wird sich heuer in den Schwimmbecken austoben. Das Freibad ist geschlossen. Und in wenigen Tagen wird auch die Sauna dicht gemacht. Vom 1. August bis Ende September ist Sommerpause. Besser gesagt: Zwangspause.

Denn geplant war die Auszeit nicht. Doch die Besucherzahlen sind derart schlecht, dass sich der Förderverein „Freunde der Rigi-Rutsch’n“ und Günther Forster, Vorstand des Kommunalunternehmens „Gemeindewerke Peißenberg“, darauf einigten, den Betrieb für zwei Monate auszusetzen. Das teilten sie in einer Pressemitteilung mit.

„Teilweise sind die Besucherzahlen nicht mal zweistellig“, sagt Forster auf Nachfrage der Heimatzeitung. An einem Tag seien gar nur drei Gäste gekommen. Damit sich die Sauna aber wirtschaftlich trägt, müssten im Schnitt täglich rund 40 Gäste vorbeischauen. Dieser Durchschnittswert wurde zuletzt im April erreicht. Seitdem gingen die Besucherzahlen immer weiter zurück. Im Juni waren zwar an einem Tag fast 100 Saunagäste da, trotzdem lag der Monatsdurchschnitt nur bei 20 Besuchern. Im Juli sank der Wert noch weiter – bisher wurden pro Tag rund zehn Gäste registriert. „Das hängt mit dem Wetter zusammen“, vermutet Forster.

Das aber kann nicht der einzige Grund sein. Denn der vergangene Sommer war sehr warm, und gleichzeitig wurde die neue Blockbohlensauna gebaut – trotzdem durften die „Rigi-Rutsch’n“-Verantwortlichen 2015 über sehr gute Besucherzahlen jubeln. Von Mai bis September waren damals 5439 Gäste gekommen – heuer waren es seit Mitte April gerade einmal knapp 2300. Und während in Peißenberg heuer hauptsächlich die Verantwortlichen schwitzen, verzeichnet das neue Saunaland im Schongauer „Plantsch“ einen bestens laufenden Sommerbetrieb.

Doch woran liegt die Peißenberger Misere? Zum großen Teil wohl an den Folgen des Großbrands am 11. Februar. Denn der hat dazu geführt, dass die Sauna heuer nur im abgespeckten Betrieb eröffnet werden konnte. „Momentan haben wir keine Schwimmmöglichkeit“, sagt Forster – wer sich nach dem Saunagang abkühlen möchte, muss unter die Dusche gehen. Schwimmen ist ebenfalls nicht möglich. Und nur schwitzen zu können, scheint vielen Saunafans nicht genug zu sein.

Forster findet es unwahrscheinlich, dass die Besucherzahlen im August und September wieder steigen. „Ferienbedingt sind dann ja viele nicht im Ort“, sagt er. Deshalb wurde die Notbremse gezogen. Ab Oktober aber soll die Sauna wieder laufen. Daran lässt Forster keinen Zweifel aufkommen: „Bevor es Gerüchte gibt“, sagt er: „Nein, es ist nicht geplant, die ,Rigi-Rutsch’n‘ zu schließen.“

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