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So könnte es an der Hochreuther Straße einmal ausschauen: Auf dem jetzigen MTP-Gelände sehen die vorgeschlagenen Entwürfe im Süden eine Handels- und Gewerbefläche vor. Laut den Planern soll durch die Vorlagerung ein „Lärmriegel“ zur Schongauer Straße geschaffen werden – und zwar zu Gunsten des anschließenden Wohngebiets (rosa gekennzeichnet). An der Abzweigung Hochreuther Str./ Schongauer Str. wird unter anderem ein Kreisverkehr vorgeschlagen. Auf den nördlichen Freiflächen entlang der Hochreuther Str. sollen Misch- und Gewerbegebiete entstehen.

Gewerbe-, Handels- und Wohngebiet geplant

Wohnungen auf MTP-Gelände?

Peißenberg - Auf dem MTP-Gelände tut sich was. Es sollen Wohnungen gebaut werden, aber auch Platz für Gewerbe enstehen. Schon bald sollen die Planungen  beginnen.

„Vollzug des BauGB: Aufstellung eines Bebauungsplans an der Hochreuther Straße.“ Es klang nicht sonderlich spannend, was da unter anderem auf der Agenda zur jüngsten Sitzung des gemeindlichen Bauausschusses stand. Doch hinter dem vorberatenden Tagesordnungspunkt verbarg sich ein Projekt, das einen städtebaulichen Quantensprung für Peißenberg bedeuten könnte – genauer gesagt für das Werksareal der Firma „MTP-Metalltechnik“: Das Unternehmen möchte seinen bisherigen Firmensitz aufgeben und das Gelände als Gewerbe-, Handels- und Wohngebiet vermarkten. Auf Initiative der Gemeinde soll auch die nördlich angrenzenden Freiflächen entlang der Hochreuther Straße in die Planungen integriert werden. Dort sollen ebenfalls ein großes Misch- und Gewerbegebiet entstehen. 

 Gerüchte um MTP gab es schon seit Längerem. Die riesigen Werkshallen, so wurde kolportiert, seien für den Produktionsbetrieb überdimensioniert und veraltet. Das bestätigte nun auch MTP-Senior-Chef, Günter Hauck, im Bauausschuss: „Die Hallen sind eigentlich alle abbruchreif. Außerdem nutzen wir nur ein Drittel davon.“ Den Rest, so Hauck, könnte man theoretisch gewerblich vermieten – wie zuletzt an „Aerotech“. Doch man habe das Ganze gestoppt und keine weiteren Verträge mehr abgeschlossen. Der Grund: „Der Standort ist nicht optimal. Links und rechts davon gibt es Baugebiete – und die Nachbarn beklagen sich immer über den LKW-Verkehr“, so Hauck. Für die Firma selbst würde ein Standort mit 15 000 Quadratmeter ausreichen. „Da könnten wir viel besser arbeiten“, betonte Hauck: „Wir wollen uns nicht verkleinern, sondern optimieren.“

Bezüglich der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal an der Hochreuther Straße hat es bereits mehrere Gespräche im Rathaus gegeben. Die Gemeindeverwaltung ist in die Konzeptentwicklung involviert – schon allein wegen des Einbezugs der nördlichen Freiflächen: „Es würde dem Gebiet sehr gut tun, entwickelt zu werden. Es schaut nicht besonders schön aus“, erklärte Bürgermeisterin Manuela Vanni im Ausschuss. Für den südlichen Bereich an der Schongauer Straße ist laut den ersten Entwürfen ein Gewerbegebiet und eine Fläche für einen Lebensmittelmarkt vorgesehen. Richtung Norden soll dann ein Wohngebiet mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern folgen – „mit relativ kleinen Grundstücken und zu erschwinglichen Preisen“, wie Peter Höldrich vom beauftragten Planungsbüro im Ausschuss versicherte. Ziel sei es, „ein nicht störendes Nebeneinander zwischen Wohnen und Gewerbe“ auf dem MTP-Gelände zu situieren. Bislang sind es aber wohlgemerkt nur Vorentwürfe, die lediglich den Verfahrensprozess in Gang bringen sollen. Der Bauausschuss empfahl dem Marktrat in seinem Beschlussvorschlag einhellig, der Aufstellung eines Bebauungsplans zuzustimmen. Wenn das Plenum dem folgt und die Entwürfe zudem noch billigt, dann könnte mit der Detailplanung begonnen werden.

Offene Fragen gibt es noch genug. Was zum Beispiel ist mit der Altlastensanierung auf dem Werksgelände? „Es soll alles weg – auch die ehemalige Galvanik“, erklärte Vanni – wobei die Rathauschefin die Altlastenbeseitigung als nicht ganz einfaches Unterfangen einstufte: „Ich bin froh, dass das Gelände nicht der Gemeinde gehört, sondern einem Privaten.“ Und was passiert mit MTP? Kehrt die Firma Peißenberg den Rücken? „Wir bleiben in Peißenberg – nach derzeitigem Stand“, betonte Hauck auf Nachfrage der Heimatzeitung. Es würden momentan „verschiedene Varianten“ diskutiert, öffentlich könne man dazu jedoch noch nichts sagen.

Auch Vanni hält sich bezüglich der Standortfrage bedeckt – nur so viel: Das geplante, aber umstrittene Gewerbegebiet-Ost werde vermutlich im Oktober auf die Tagesordnung im Marktrat gesetzt. Bezüglich MTP gebe es zudem Alternativen mit privaten Grundstücken.

Bernhard Jepsen

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