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In größter Gefahr: die heimische Rauhhautfeldermaus.

Fledermäuse landen im Ofen

Penzberg - Ein Experte aus Penzberg hat eine Mission: Er will Fledermäuse schützen - gerade würden die besonders gefährlich leben, da sie in Brennholzstapeln überwintern.

„Jetzt gegen Ende des Winters sind manche unserer heimischen Fledermäuse besonders in Gefahr“, sagt Leopold Glatt. Der Penzberger ist Experte. Seit vergangenem Jahr ist er Fledermausfachberater vom Landesbund für Vogelschutz.

Die Gefahr, von der Leopold Glatt spricht, hängt mit den Brennholzstapeln vor den Häusern zusammen, in denen manche Fledermaus-Arten schon seit Oktober und November ihren Winterschlaf halten. 

Doch die Stapel würden im Laufe des Winters immer kleiner, wodurch die darin schlafenden Fledermäuse in extreme Lebensgefahr gerieten. „Vor allem dann, wenn sie mit dem Brennholz als blinde Passagiere bei Finsternis versehentlich ins Haus getragen werden“, so Leopold Glatt, „und dann, oh Schreck, gleich im Ofen landen, bevor sie so weit erwacht sind, dass sie sich durch leises Fauchen bemerkbar machen können.“

Tipps für den Tierschutz

Deshalb appelliert Glatt: „Denken Sie bitte beim Holzreintragen an die möglichen kleinen Untermieter.“ Wird beim Abnehmen der Holzscheite eine Fledermaus im Winterschlaf gefunden, bittet er, die Scheite wieder genauso auf den Stapel zurückzulegen und das Tier in Ruhe zu lassen. „Die Fledermaus hat so die größte Chance, den Winter trotz Störung und sicher vor Katzen zu überleben und ihre bis zu 1500 Kilometer weite Reise ins Sommerquartier bei guten Kräften antreten zu können“, erzählt der Fachmann. Sollte sich eine Fledermaus doch in die Wohnung verirren, rät Glatt, das Tier nicht mit bloßen Händen anzufassen. „Wildtiere bekommen Angst, wenn ein so großes Wesen wie der Mensch sie ergreifen will“, erklärt der Penzberger. „Manche stellen sich tot, andere verteidigen sich und beißen zu.“ Er rät, feste Handschuhe überzustreifen, das Tier in eine kräftige dichte Schachtel mit Luftlöchern zu legen, deren Spalten nicht größer als drei Millimeter sind. Wenn das Tier nicht an Ort und Stelle bleiben kann, soll es laut Glatt samt Schachtel in einem kühlen Raum sicher vor Katzen abgestellt werden, bis es von Experten versorgt werden kann. wos Tipps gibt Fachberater Leopold Glatt unter Telefon 08856/6469.

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