Zufrieden mit dem neuen Verkehrsknotenpunkt inklusive fester Fußgängerampel: Bürgermeisterin Elke Zehetner und Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts – Stadt und Behörde teilen sich die Ausbaukosten. foto: baar

Neue Kreuzung teurer als geplant

Penzberg - Der Ausbau der Kreuzung Seeshaupter Straße/Am Schloßbichl war pünktlich zum Schulbeginn fertig. Aber: Das Bauvorhaben fällt teurer als geplant aus.

Dies erklärte Michael Kordon, als er sich jetzt mit Bürgermeisterin Elke Zehetner vor Ort einen Überblick über das Ergebnis verschaffte. Mit 320 000 Euro war der Ausbau veranschlagt worden, nun läuft es auf 50 000 Euro Mehrkosten hinaus, wie Kordon sagte. Grund: „Es mussten belastete Böden entsorgt werden.“ Teile des Erdreichs waren vor allem mit Zinkrückständen verschmutzt gewesen, die wohl aus der Zeit stammten, als in dem Bereich die Bahngleise zum alten Güterbahnhof verliefen.

Unterm Strich aber blickten die Vertreter von Stadt und Staatlichem Bauamt zufrieden auf das Geleistete. Behörde und Kommune sind die Bauträger, das Bauamt trägt 70 Prozent der Kosten, die Stadt 30 Prozent. Schließlich wurde für das Geld der Verkehrsknotenpunkt gleich in mehreren Teilen umgestaltet. Zum einen wurde die Straße „Am Schloßbichl“ verbreitert und mit einer neuen Linksabbiegespur auf die Karlstraße versehen. Zum anderen entstand auf Höhe der Straße „Am Museum“ ein Fußweg vom ehemaligen Bahndamm runter zur Straße. Und drittens wurde das fast zehnjährige Fußgängerampel-Provisorium an der Seeshaupter Straße durch eine festinstallierte und barrierefreie Lichtanlage ersetzt.

„Die Kreuzung wird von allen Seiten angenommen“, freute sich Zehetner über die Resonanz bei Autofahrern und Passanten. Das war nicht immer der Fall gewesen: Gegen die Pläne hatte sich Widerstand geregt. Eine Bürgerinitiative forderte aus Kostengründen - erfolglos - einen Kreisel statt der Abbiegespuren. Der Landtag schmetterte die Petition jedoch ab. „Wir sind zufrieden, dass es so gekommen ist“, bekräftigte Bürgermeisterin Zehetner. „Das funktioniert nur so gut, weil kein Kreisel gebaut wurde.“ Kordon sprach von „innerörtlichen Problemen“, die ein Kreisel stets den Fußgängern bereiten würde: Angesichts mehrerer Verkehrsäste mit Zufahrten gebe es „immer eine gewisse Unsicherheit“.

Im Ordnungsamt zieht man ebenfalls eine positive erste Bilanz: Laut Leiter Peter Holzmann gab es an der neuen Kreuzung noch keine Unfälle.

Andreas Baar

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