Oldtimertreffen

Träumereien mit PS

Sindelsdorf - Rund ums Sindelsdorfer Sportheim funkelte es vor Chrom und Metall: Rund 150 Bulldogs, Autos und Motorräder standen dort beim Oldtimertreffen.

Die Organisatoren strahlten angesichts des Andrangs mit der Sonne über die Wette: Beim Sommerfest des ASV Sindelsdorf gab es nicht nur Musik von der heimischen Blaskapelle sowie Kulinarisches geboten, sondern auch Träumereien mit Pferdestärken. Beim Oldtimertreffen fuhren Bulldogs genauso am Sportheim vor wie historische Autos und Motorräder.

Moderator Andreas Obermaier nickt gegen Mittag zufrieden. „150 Teilnehmer sind es mindestens“, meint er mit Blick in die Runde. Obermaier, Sindelsdorfer und beim AMC Penzberg aktiv, hatte mit seinen Oldtimerfreunden dem ASV organisatorisch unter die Arme gegriffen. Klar, dass Obermaier mit gutem Oldie-Beispiel vorangeht: Er kommt auf zwei Rädern, mit seiner NSU 501 TS von 1932, angerollt.

Ordentlich aufgereiht stehen sie da, die Schmuckstücke. In der Kiesgrube dominiert die Landwirtschaft - Fendt, Lanz, Deutz, MAN, Bungartz, Güldner und Porsche Junior stehen nebeneinander. Martin Sonner stellt seinen Deutz F2L 514 ab. Der 47-jährige Sindelsdorfer besitzt den 28-PS-Schlepper von 1956 seit vier Jahren. Der war ein Traum von ihm gewesen. „Den wollte ich immer haben, weil er mehr PS hatte als unser Deutz.“ Sonner nutzt den grünen Bulldog für den täglichen Gebrauch. Alte Traktoren sind für den gelernten Landmaschinenmechaniker etwas Besonderes: „Das ist was Handfestes. Da steckt Herzblut drin.“

Am Sportheim scharren sich derweil die Besucher um die historischen Autos. Helmut Kraus muss die Motorhaube seines schnittigen Sportwagens öffnen. Der 78-jähriger Penzberger ist mit seinem DKW „3=6 Monza“ vorgefahren. Baujahr 1958, 55 PS, drei Zylinder, alles Leichtbauweise mit nur rund 900 Kilo - „weltweit gibt es maximal noch 30 Stück“, sagt Kraus. 16 Jahre hat er das silberne Prachtstück schon, alles selbst restauriert. Den „Monza“ zu steuern, sei ein Erlebnis. „Das Fahrzeug ist lebendig.“

Ein gewichtiges Argument hat dagegen Benedikt Lüning dabei: Knapp über sechs Meter misst sein Chrysler „Three Hundred“. Der Ami-Schlitten von 1967 ist Raumangebot pur. Unter der Haube gurgelt die 7,2-Liter-Maschine, 49 PS bringt sie. Der 30-jährige Seeshaupter hat den Wagen erst sein einer Woche und sich eine Traum erfüllt. „Ich bin Cabrio-Fanatiker und wollte Platz darin haben.“ Nur eine Frage stellte er sich anfang? „Wo ist der Tankdeckel?“ Lösung: Hinten, unterm Nummernschild versteckt, und schwer zu füllen.

Mehr für Puristen ist dagegen Günther Kleins Jeep. Der Willys CY3B wurde 1958 gebaut und leistet immerhin 70 PS. Klein schaffte sich den Kultwagen der US-Army 2011 an. „Ich brauch den immer.“ Der 66-jährige Garmisch-Partenkirchener grinst ob seines offenen Vehikels: „Die Leute schauen schon. Vor allem die Cabriofahrer.“

Träumereien mit PS: Bilder vom Oldtimertreffen in Penzberg

Eine besonderen Applaus holten sich die drei Burschen aus Altomünster ab: Sie waren mit ihren Bulldogs über sechs Stunden auf Achse nach Sindelsdorf gefahren. Und Moderator Obermaier zog ein positives Fazit des Treffens: „Es passt einwandfrei.“

Andreas Baar

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