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In zwei Etappen zu mehr Sicherheit

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Gefährliche Ecke: Ein neuer Radweg, der hinter der Bärenmühle (gelbes Haus) verlaufen soll, soll die Verkehrssituation in der Oberen Stadt entschärfen. Foto: gro
Gefährliche Ecke: Ein neuer Radweg, der hinter der Bärenmühle (gelbes Haus) verlaufen soll, soll die Verkehrssituation in der Oberen Stadt entschärfen. © Gronau

Weilheim - In zwei Etappen zu mehr Sicherheit: Ein Radweg und ein Radfahrschutzstreifen sind entlang der Deutenhausener Straße geplant.

Die Idee für den Lückenschluss ist nicht neu, doch bislang verstaubten die Pläne in der Schublade: Mit einem Radweg von der Bärenmühle über das OFZ bis zum Narbonner Ring und einem daran anschließenden Radfahrschutzstreifen stadtauswärts auf der Staatsstraße zwischen Nabonner Ring und Wiesenweg soll das Radeln an der Deutenhausener Straße sicherer werden.

Ein Antrag des Radclubs ADFC verspricht nun mehr Erfolg. Er stieß im Verkehrsausschuss gestern auf große Zustimmung – bei Fachleuten von Behörden ebenso wie bei Stadträten. Wobei es dem ADFC lieber gewesen wäre, der Radweg würde bis zur Wiesenstraße durchgehen. Doch das funktioniert nicht, weil ein privater Grundstücksbesitzer nicht mitspielt. Die Kosten für Radweg und Radfahrschutzstreifen belaufen sich laut Georg Kutter vom städtischen Tiefbauamt auf rund 300 000 Euro. Das Geld ist noch der Knackpunkt an dem Vorhaben: Der Radweg kann nämlich nur gebaut werden, wenn die Stadträte die Ausgaben dafür im Stadt-Etat 2016 festzurren.

Dass die 300 000 Euro – 200 000 für den Radweg und 100 000 für den Schutzstreifen – im Haushalt eingestellt werden, dafür sprach sich BfW-Fraktionschef und Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl aus. Reindl schlug auch vor zu prüfen, ob der dem geplanten stadtauswärts führenden Radfahrschutzstreifen gegenüber liegende Gehweg nicht für stadteinwärts fahrende Radler freigegeben werden kann. Davon hielt Josef Guggemos, Leiter des Straßenverkehrsamtes am Landratsamt, wenig. „Wir haben hier Hecken, wir haben hier Ausfahrten“, sagte er. Ob es angesichts dessen auf dem Gehsteig mehr Sicherheit für Radler gebe als auf der Straße, bezweifelte er, zumal Radler Schrittgeschwindigkeit fahren müssten. Zudem müssten Kinder bis acht Jahre eh auf dem Gehsteig radeln. „Das ist doch ein Widerspruch“, kommentierte Reindl die Aussage von Guggemos. Für die Freigabe des Gehsteiges für stadteinwärts fahrende Radler setzte sich auch der ADFC-Vorsitzende Dieter Schleiermacher ein. „Es gibt genug Beispiele in Weilheim, wo das funktioniert“, sagte er.

Brigitte Gretschmann

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