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Organisieren den Betteltanz 2016: Florian Greinwald (links) und Alexander Schaidhauf. 

„111 Jahre Burschenverein Raisting“

Der Betteltanz ist Familiensache

Raisting - In Raisting ist der Betteltanz Familiensache. Florian Greinwald und Alexander Schaidhauf sind am Kirchweihmontag die Ruatnbuam.

Die Jubiläumsfeier „111 Jahre Burschenverein Raisting“ hatte noch nicht einmal begonnen, da wurden bereits die Weichen gestellt für die nächste Großveranstaltung – den Betteltanz. Die Ruatnbuam, die ihn alljährlich für Unverheiratete aus der Region organisieren, sind heuer die Studenten Florian Greinwald (24) und Alexander Schaidhauf (22). Sie suchen ledige Mädchen und Burschen, die die Gaudi am Kirchweihmontag, 17. Oktober, mitmachen.

Beim traditionellen Betteltanz im Gasthof „Zur Post“ werden Unverheiratete für einen Tag zum Tanz verkuppelt. Es ist Damenwahl, die Mädchen zahlen den Wein und das Abendessen für ihre Begleiter. Die Burschen übernehmen dafür den Eintritt zur Tanzveranstaltung und die Getränkerechnung am Abend. Auch bei der Wahl der Ruatnbuam, die aus dem Ort sein müssen, gibt es Rituale. Sie findet immer am ersten Sonntag im September im Gasthof „Zur Post“ statt. Diesmal wurde jedoch eine Ausnahme gemacht. Denn Alexander Schaidhauf konnte an diesem Tag nicht kommen. So verlegte man die Zusammenkunft kurzerhand um zwei Tage und hielt sie im Bierzelt ab. Vor versammelter Mannschaft stieß Alexander Schaidhauf gegen 22.30 Uhr mit Florian Greinwald an und besiegelte so brauchtumsgerecht die Übernahme des Amts. Binnen weniger Tage waren Visitenkarten mit Informationen und den Telefonnummern der Ruatnbuam gedruckt.

Im Festzelt warben diese an den kommenden Tagen für die Veranstaltung. Immer wieder mussten sie erklären, wie der Betteltanz abläuft und dass das „alles einfach eine Mordsgaudi ist“. Das können die beiden beurteilen, denn sie waren beide schon fünfmal beim Betteltanz. Auch die Eltern standen beim Betteltanz schon in erster Reihe: Florian Greinwalds Mutter Evi, eine geborene Stechele, war auch schon Ruatnmadl – 1983 mit Silvia Bulenda; ihre Ruatnbuam waren damals Roland Happach und Wolfgang Schaidhauf. Alex’ Vater Johann war als Lediger häufig beim Betteltanz und 1982 Ruatnbua.

Ab 16 Jahre darf man am Betteltanz teilnehmen und man sollte nicht älter als 30 Jahre sein. Anhand von Listen werden die Burschen und Mädchen verkuppelt. Darauf sind neben den Namen nur Alter und Größe vermerkt. „Das funktioniert“, bestätigen sie und blicken auch auf die Listen der Vorjahre, um keinen Teilnehmer ein zweites Mal mit dem gleichen Partner zu verkuppeln. Die Paare sollen auch nicht aus einem Ort kommen. „Das ist nicht so spannend, weil man sich meistens schon kennt“, so Greinwald.

Schaidhauf studiert Landwirtschaft in Weihenstephan, Greinwald Automobilwirtschaft und Technik in Landshut. Schaidhauf und Greinwald sind seit vielen Jahren befreundet, spielen in der 2. Fußballmannschaft des SV Raisting und unternehmen häufig etwas miteinander. Sie verbringen die Freizeit gerne in Raisting. Schaithauf bleibt „nur wenn es zwingend notwendig ist“ in Freising und hilft lieber im elterlichen Bio-Ziegenhof. Greinwald geht es genauso: „Roaschding ist halt einfach dahoam.“

Nun klappern die Ruatnbuam Partys, Stammtische und Veranstaltungen von Burschenvereinen, Trachtenvereinen und Landjugend ab, um Teilnehmer zu suchen. Welche Ruatnmadln am Kirchweihmontag, 17. Oktober, an ihrer Seite sein werden, verraten sie natürlich nicht. Wie immer erst am Veranstaltungstag soll das Geheimnis gelüftet werden.

Info:

Wer am Betteltanz teilnehmen möchte, kann sich bei Florian Greinwald unter Telefon 0171/5177 834 oder Alexander Schaidhauf, 0160/9376 8310, melden. Die Mädchen treffen sich am Montag, 17. Oktober, um 13 Uhr im Gasthof „Drexl“, die Burschen um 13.30 Uhr im Gasthof „Zur Post“. Mit den Ruatnbuam und den Musikern marschieren die Mädchen zum Post-Saal. Rund 120 Paare werden erwartet. Rund 60 haben sich schon angemeldet.

Petra Straub

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