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Das Radom in Raisting: Die Öffnungszeiten werden eingeschränkt.

Raisting

Radom am Wochenende vorerst dicht

Raisting - Der Geschäftsführer der Radom GmbH René Jakob setzt auf Gruppenführungen statt auf regelmäßige Öffnungszeiten - das gefällt nicht allen.

Die Radom GmbH des Landkreises hat die Öffnungszeiten am Industriedenkmal geändert: Künftig gibt es im Prinzip keine regelmäßigen Führungen an den Wochenenden mehr, stattdessen setzt Geschäftsführer René Jakob auf Gruppenführungen. Das stößt nicht überall auf Zustimmung.

Wie Jakob auf Nachfrage mitteilte, hat die zuständige Gesellschafterversammlung beschlossen, auf Führungen im Mai und Juni am Wochenende ganz zu verzichten, „da die Nachfrage sehr gering war“. „Das trägt sich nicht, wenn man am Sonntag zwei Führerinnen vorhalten muss und nur 10 bis 15 Besucher kommen“, so Jakob. Im Juli, August und September bietet die GmbH wieder Führungen sonntags an, allerdings nur, wenn sich vorab mindestens 15 Interessierte online angemeldet haben.

Sehr gut angenommen würden indes die Gruppenführungen, seit Ende März habe es bereits 15 Führungen gegeben, bis Oktober gebe es zahlreiche weitere Buchungen. Diese Führungen, die pauschal 90 Euro kosten, tragen sich laut Jakob selbst. Der Einzeleintritt für Erwachsene kostet übrigens sieben, für Kinder vier Euro.

Förderverein „Industriedenkmal Radom Raisting“ wenig begeistert

Alles andere als begeistert ist der Förderverein „Industriedenkmal Radom Raisting“ von den neuen Öffnungszeiten. Der Verein hatte sich laut eigener Aussage bereits vor einigen Wochen an Jakob gewandt, weil es keine Informationen zu den Öffnungszeiten gegeben habe. Vorsitzende Dr. Sabine Vetter wollte sich zum neuen Konzept nicht näher äußern, da der Verein über keinerlei Fakten verfüge. Im vergangenen Jahr habe es nur acht feste Öffnungstage gegeben habe, obwohl Jakob mehr angekündigt hatte. Man habe ihm sogar angeboten, dass Mitglieder des Förderverein aushelfen würden, sollte es Engpässe beim Personal für die Führungen gebe, die seit 2015 von den „Pfaffenwinkler Kulturführerinnen“ gemacht werden.

Heuer zwei feste Öffnungsblöcke

Vorher hatte der Förderverein die Führungen am Wochenende organisiert, hatte jedoch die Zusammenarbeit mit der GmbH wegen Differenzen gekündigt. Dabei ging es hauptsächlich um die Nutzung des weltweit bekannten Industriedenkmals: Der Förderverein möchte ein Museum integrieren, die GmbH lehnt dies aus Kostengründen ab. Heuer wird es definitiv zwei feste Öffnungsblöcke geben, so Jakob: vom 14. bis 16 Juli, während des „Space Cinema“, und am 11. September zum Tag des offenen Denkmals.

Seit der Renovierung 2012 haben pro Jahr zwischen 1000 und 2000 Menschen das Radom besichtigt. Der Landkreis als Alleingesellschafter unterstützt den Betrieb aktuell mit rund 100 000 Euro pro Jahr – etwa die Hälfte davon sind Energiekosten.

Info:

Wer sich ab Juli am Wochenende das Radom ansehen möchte, kann sich ab Ende dieser Woche unter radom@lra-wm.bayern.de dafür anmelden.

Johannes Thoma

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