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Mit ein paar Gläschen Rotwein stieß der Zimmerermeister Richard Hussendörfer beim Hebauf auf die Bernrieder Turnhalle an.

Prächtige Stimmung beim Richtfest – Kostenrahmen wird eingehalten

Turnhallenbau Bernried: Kompakt, funktional und ökologisch

Bernried – Prächtige Stimmung herrschte beim Richtfest für die Bernrieder Turnhalle - aus gutem Grund: In Sachen "Zeitplan" und "Kosten" läuft alles planmäßig.

Ein Glas Rotwein zum Wohle der Gemeinde, eines zum Wohle der Architekten und eines zum Wohle der „Leut’ vom Bau“ – alles ex versteht sich: Richard Hussendörfer ölte gestern Nachmittag bei der Hebauf-Feier für den Bernrieder Turnhallenbau ordentlich seine Kehle. Entgegen der Tradition stand der Zimmerermeister aus Franken nicht oben auf dem Dach neben dem geschmückten Richtbäumchen, sondern auf der Mittelgalerie des neuen Gebäudes. Von unten applaudierten ihm Gemeinderäte, Sportvereinsmitglieder, Planer und Bauarbeiter zu. Die Stimmung am Bernrieder Sportpark war prächtig – kein Wunder: Die Arbeiten auf der Baustelle liegen voll im Zeitplan und sollen Anfang 2017 abgeschlossen sein. Auch hinsichtlich der Kosten verläuft alles planmäßig: Der kalkulierte Rahmen von 2,4 Millionen Euro wird laut den Architekten nicht überschritten. „Kaum wartet man 30 Jahre, schon passiert was“, witzelte Bürgermeister Josef Steigenberger beim Richtfest, das die Bernrieder Blaskapelle musikalisch umrahmte. Eigentlich gingen die ersten Diskussionen und Planungen schon Anfang der 1970-er Jahre los. Der Bau wurde aber aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben.

Bernrieder seien „sehr sehr glücklich“ mit dem Ergebnis

Erst als sich die Gemeinde mit dem Sportverein Bernried zu einer Bauherrengemeinschaft zusammenschloss, wurden Nägel mit Köpfen gemacht. 2015 erhielt das Münchener Architekturbüro „Pfletscher und Steffan“ einen Planungsauftrag. Und mit dem Ergebnis sind die Bernrieder „sehr, sehr glücklich“, wie SV-Vorsitzender Michael Kröninger am Rande der Hebauf-Feier schwärmte. Ab Frühjahr nächsten Jahres stehen den Sportlern unter dem schützenden Turnhallendach zwei unterschiedlich große Spielfelder sowie ein Gymnastik- und Kraftraum zur Verfügung. Das Gebäude ist kompakt, funktional und ökologisch konzipiert. Energetisch, so versprechen es die Architekten, sorgen unter anderem die „gute Ausnutzung des Tageslichts und die nachhaltige Bauweise überwiegend in Holz“ für eine „gute Ökobilanz“.

Das Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Sportverein, Planern und Baufirmen, das bestätigte Alexander Pfletscher, klappt bis dato „reibungslos“. In der kommenden Woche sollen bereits die Glaserarbeiten über die Bühne gehen: „Dann ist die Halle winterdicht, und es kann der Innenausbau beginnen“, kündigte Pfletscher an. Auch für den Sportverein heißt es dann ordentlich anpacken und „Muskelhypothek“ einbringen. Der Innenausbau soll jedenfalls mit viel Eigenleistung erfolgen. Doch die Sporthalle ist „nicht als Spielzeug des SV gedacht“, wie Steigenberger betonte: „Wir brauchen sie auch für den Schulsport und unsere Kinder.“

Nach der Hebauf-Zeremonie wurde bei Brotzeit und Bier kräftig gefeiert. Aber warum ging der Zimmerer eigentlich zum Richtspruch nicht aufs Dach? Als Vorsichtsmaßnahme wegen des Rotwein-Konsums? Mitnichten: „Ich wollte einfach neben unserem Firmen-Werbeschild stehen“, verriet Hussendörfer auf Nachfrage der Heimatzeitung mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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