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Stilecht mit rosa Bullenschädel: Jan Rösler hat die Rockabilly-Ape aufgestylt.

"Pimp my Ape"

Jan Rösler macht Ape zum Rockabilly-Star

Hohenpeißenberg - Wenn das mal keine flotte Rockabilly-Biene ist: Hellblau mit rosa Bullenkopf im Gesicht, genietetem Kunstledersitz und dem typischen Rockabilly-Karo – die italienische Ape hat Jan Rösler aus Hohenpeißenberg zu einem einzigartigen Rock’n’Roll-Gefährt umgebaut. 

Das Innenleben der Ape: Wenig PS, dafür viel Rockabilly-Optik, Geheimfächer und Totenkopf-Zigarettenanzünder.

Die meisten Männer träumen von einem fetten Auto. Groß genug gibt’s nicht. Wenn Jan Rösler (40) seinen Sohn Lenard (5) mit der Rockabilly-Ape vom Kindergarten abholt, dann wird er immer umringt von begeisterten Kindern. Für sie ist er „der Mann mit dem kleinen Auto“. Darauf ist Jan Rösler richtig stolz. Denn sein kleines Auto – eine im Rockabilly-Stil umgebaute Ape – ist mehr als nur ein Hingucker.

Der Witz liegt im Detail: Ein paar Knöpfchen gedrückt, schon öffnet sich eine elektronische Geheimschublade im Innenraum der Ape. Darin liegen: Ein Stilettkamm, Pomenade und die Pfefferminzpastillen – der Rock’n’Roll der 50er lässt grüßen. Als „Stauraum“ hat Jan Rösler Kaffeedosen im Rock’n’Roll-Design verbaut. Ein Totenkopf mit Motorradhelm dient als Zigarettenanzünder. In einem Mini-Karo-Gitarrenkoffer verbirgt sich ein magnetisches Geheimfach hinter einer Pfefferminzdose – beleuchtet, versteht sich. Dass zum Innenleben auch eine fette Soundanlage gehört: Rockabilly-Ehrensache.

Wer nie die Ehre hatte, auf dem genieteten Kunstledersitz Platz zu nehmen, der wird trotzdem auch an der äußeren Optik der Rocker-Ape Gefallen finden. Zu übersehen ist sie zumindest nicht, mit ihrem rosa lackierten Bullen-Schädel an der Front. Den hat Jan Rösler bei Ebay ersteigert und farblich passend gestaltet.

Apropos passend: Wer Jan Rösler kennenlernt und seine genial ausgebaute Ape, der findet schnell – der gewitzte Mann mit Rockabilly-tauglicher Frisur und dem charmanten Humor passt genauso gut zum originellen Gefährt wie die Ape zu ihm. Ein unzertrennliches Duo quasi. „Luigi“ hat Rösler seine Ape liebevoll getauft – so erinnert zumindest etwas an die italienische Herkunft der amerikanisierten „Biene“, der ursprüngliche Name der Ape.

Wie gut, dass Ehefrau Marion und Sohn Lenard mächtig stolz auf den Papa und seine gepimpte Ape sind. Sonst hätte das mit dem Umbau sich wohl nicht so gut ins Familienleben integrieren lassen. Schließlich hat Jan Rösler monatelang fast nichts anderes gemacht, als an der Ape rumzuschrauben, umzubauen und zu verkabeln. „Den Plan, den hatte ich schon fast fertig im Kopf“, erzählt er. Aber die Umsetzung im Detail war dann doch nicht immer so einfach wie gedacht. Und das, obwohl Jan schon seit seiner Kindheit ein ausgesprochener Bastler und Technik-Freak ist.

Am meisten gefuchst haben ihn die Fenster. Statt der üblichen Klappfenster sollten es abnehmbare sein. Für den Sommer. Ein Rockabilly-Bienen-Cabriolet sollte es werden. Ist es schließlich auch geworden – dank vieler Grübelstunden vor dem Einschlafen, nächtlicher Lackier-Aktionen und der Geduld eines Elefanten: Ans Hinschmeißen hat Jan Rösler tatsächlich nie gedacht. „Auch wenn mich der Innenausbau viele Nerven gekostet hat.“ Denn trotz ihrer 50er Jahre US-Optik ist sie nicht nur im Herzen ein echter Italiener. „Es musste ja alles aufs Maß gemacht werden.“ Und bei der Ape gibt’s nicht nur viele Kurven: „Die Italiener nehmen’s mit den Maßen halt auch nicht so genau.“

Das ist jetzt alles vergessen. Und Hohenpeißenberg hat eine Attraktion mehr: Sogar auf dem Kirchplatz hat Jan Rösler mit seinem Sohn und dessen Kumpels ein paar Ehrenrunden gedreht. Vielleicht darf er das ja auch mal auf dem ein oder anderen Oldtimer-Treffen. „Wenn die mich da reinlassen.“ Denn: Ein H-Kennzeichen hat die gepimpte Ape noch nicht. An Originalität dürfte sie jedenfalls kaum zu überbieten sein. Und wenn’s Probleme gibt, dann kann Jan Rösler immer noch vom nachgerüsteten Außenlautsprecher mit Innen-Mikrofon Gebrauch machen. Und mit Rockabilly-Sound alles beschallen. Oder eine klare Ansage machen. Spätestens dann dürfte er bei jedem Oldtimer-Treffen der kleine, wenn auch feine Star sein.

Mehr zur Ape gibt es auf Youtube.

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