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Durchschnitten das Band: (v.l.) Katharina Heider, Bürgermeister Michael Bernwieser, Gerd Scharrer, Pfarrer Mladen Znahor und Matthias Fladner.

„Bürgerplatzl“ in Seeshaupt eingeweiht

Bürger bauten sich einen Dorfplatz

Seeshaupt - Fleißige Mitglieder der Seeshaupter Dorfentwicklung haben den Platz zwischen Hauptstraße und Schule hergerichtet. Das „Bürgerplatzl“ inklusive  Boule-Bahn wurde jetzt eingeweiht.

Bei der offiziellen Einweihung war nicht zu überhören, wie stolz die „Seeshaupter Dorfentwickler“ auf ihr neues „Bürgerplatzl“ sind. In 700 Stunden Arbeit haben 43 bei der offiziellen Eröffnung namentlich genannte Freiwillige mit Muskelkraft, einer Tonne Zement, 45 Kubikmetern Kies und 30 Litern Farbe die Fläche vor dem früheren „Juze“ aufgemöbelt.

Das Engagement der Bürger für die Anlage unterstützte die Gemeinde mit 12 000 Euro. Außerdem stellte die Kommune Mitarbeiter und Gerätschaften aus dem Bauhof, darüber hinaus half Christina Christoph von der Gemeindeverwaltung mit der Koordination der Arbeiten.

10 000 Euro kamen durch Spenden

Insgesamt 22 Seeshaupter Privatpersonen und Gewerbetreibende sponserten das Projekt zusätzlich mit 10 000 Euro. Im Herbst werden noch Bäume gepflanzt. Bis dahin sind die buntbemalten Stelen der Gruppe „Seeshaupter Farbenspiel“ ein optischer Farbtupfer.

Zuvor war das Areal zwischen Schule und Brunnenplatz „ehrlich gesagt ein Schandfleck“, gab Bürgermeister Michael Bernwieser bei seiner Ansprache zu. Er freute sich über das Engagement der Dorfentwicklung Seeshaupt – allen voran von der Architektin Katharina Heider, die das Projekt von der Planung an federführend durchgeführt hat. Bernwieser dankte auch Gerd Sparrer, der sich darum kümmern will, dass der Platz und die Räume im ehemaligen „Juze“ mit Leben erfüllt werden. Sparrer will hier Konzerte, Gesprächsabende und Lesungen organisieren.

Natürlich sollen dort auch die Treffen mit den in Seeshaupt untergekommenen Flüchtlingen weiterhin stattfinden. Wie eine zweite Einweihung wird sicher das „Sommerfest der Kulturen“ am 19. August mit „internationaler Verpflegung“, wie der Rathauschef ankündigte.

Für den Leiter der Dorfentwicklung Seeshaupt, Matthias Fladner, war es deshalb eine große Genugtuung, dass nach so vielen Treffen und Bürgerwerkstätten „wir mal was Konkretes herzeigen können“, wie er sagte – nämlich eine neue Dorfmitte für Seeshaupt, die Pfarrer Mladen Znahor als Ort der Begegnung und der Erholung segnete.

Renate von Fraunberg

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