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Zwei Generationen von Naturschutzwächtern: Wolfgang Brieger und sein Vorgänger Franz Wittmann.

Wechsel von Seeshaupts Naturschutzwächter

Er musste Nacktbader vom Lustsee vetreiben

Seeshaupt -  26 Jahre lang war Franz Wittmann Naturschutzwächter in Seeshaupt. Jetzt ging er mit seinem Nachfolger  Wolfgang Brieger auf Tour.

Der 76-jährige Wittmann wurde zwar schon im vergangenen Jahr geehrt und in den Ruhestand verabschiedet, aber hin und wieder geht er doch noch mit seinem Nachfolger Wolfgang Brieger auf Tour – und der ist froh um einen so erfahrenen Begleiter. So richtig einsteigen wird der naturverbundene Polizeibeamte ohnehin erst in einem Vierteljahr, wenn er in den Ruhestand geht. Die Zulassung des Landratsamtes Weilheim-Schongau hat er aber bereits erhalten.

Briegers Zuständigkeitsbereich für Naturschutzgebiete und schützenswerte Landstriche ist ganz schön groß: Er erstreckt sich im Norden und Osten bis zu den Landkreisgrenzen nach Starnberg bzw. Bad Tölz-Wolfratshausen und im Süden sogar bis nach Deutenhausen.

Trotzdem ist Brieger vor seiner Aufgabe nicht bange. Denn heutzutage sei das Umweltbewusstsein und die Aufmerksamkeit gegenüber der Natur viel größer als früher, beobachtet Brieger. Bei Verstößen reiche es meistens aus, wenn man Spaziergängern oder Radfahrern erkläre, was an ihrem Verhalten falsch sei, so Brieger.

Das war zu Franz Wittmans Zeiten noch anders: Zusammen mit seinem Vorgänger Wolfgang Roth musste er die Ge- und Verbote im 1981 ausgewiesenen Naturschutzgebiet Osterseen durchsetzen. Seine wohl kniffligste Aufgabe war es, die Nacktbader zu vertreiben, die sich an schönen Wochenenden scharenweise am Lustsee niederließen, was fortan nicht mehr erlaubt war und für entsprechende Empörung bei den Nacktbadern sorgte. 

rf

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