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Freuen sich über die moderne Schießanlage: (von links) Gabriele Mosler, Josef Steigenberger, Stefan Gehm (designierter Schützenmeister) und Sportleiter Heinz Bißwanger.

Alt-Bernried hat elektronischen Schießstand

Die Streifenkarte hat ausgedient

Bernried - Die Schützengesellschaft Alt-Bernried weiht am Freitag ihren  elektronischen Schießstand ein. Die Streifenkarte hat somit ausgedient.

Bei der Schützengesellschaft Alt-Bernried fiebert alles dem kommenden Freitag entgegen. Ab 18.30 Uhr geht im Vereinsheim das „Anfangsschießen“ und damit die offizielle Einweihung der neuen elektronischen Schießstände über die Bühne. Mit der modernen Anlage verfügt der rund 182 Mitglieder starke Verein nun über eine wettkampftechnische Standardausrüstung. Bislang schossen die Bernrieder Schützen auf herkömmliche Papierscheiben. Ganz billig war die Umrüstung mit 30 000 Euro allerdings nicht. Immerhin zwei Drittel berappen die Schützen aus der Vereinskasse. „Bei dem niedrigen Zinssatz muss man Geld ausgeben“, scherzte Schützenmeisterin Dr. Gabriele Mosler bei der Pressevorführung der neuen Schießanlage.

Hauptgrund für den Bau der neuen Anlage war, dass viele Schützenvereine im Gau bereits auf elektronische Auswertungssysteme umgestellt haben. Da wollte man in Bernried nicht nachstehen. Und für Mosler gab es auch eine persönliche Motivation. Bei den Vereinswahlen im Februar wird die ehemalige Klinik-Oberärztin nach 26 Jahren nicht mehr für das Amt der Schützenmeisterin kandidieren. Die 65-Jährige will ein bestelltes Feld hinterlassen: „Der neue Schießstand ist mein Abschlussprojekt. Mehr ist dann von mir nicht mehr zu machen“, so Mosler , die gespannt auf die Reaktionen beim „Anschießen“ ist: „Man weiß nicht, wie die neue Anlage bei den Mitgliedern ankommt. Einige haben vor der modernen Technik sicher Bammel.“

Der Vorteil des neuen Schießstands sind die digitalen Auswertungen, die sofort über Tablets angezeigt werden. Möglich macht das eine elektronische Messung über einen an den Zielscheiben installierten Infrarotvorhang. Die Streifenkarten, auf denen bislang das persönliche Schussergebnis dokumentiert wurde, haben also ausgedient.

Mit dabei beim Pressetermin war auch Rathauschef Josef Steigenberger. Der „Bürgermeister-Schuss“ traf zwar nicht mal die Zielscheibe, aber beim sechsten Anlauf zeigte das Tablet „Ring 7“ an. „Des dat scho werden, wenn man sich a bisserl einschießen würde“, witzelte Steigenberger. Bis 20. November hat der Rathauschef noch Zeit zum Üben. Dann ist der Gemeinderat von der Schützengesellschaft zum „Probeschießen“ eingeladen. Die Kommunalpolitiker hatten sich großzügig gezeigt und für die Schießstandumrüstung einen Zuschuss von 10 000 Euro gewährt. 

Bernhard Jepsen

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