Telekom“ machte  Rückzieher

Pläne für Sendemasten sind passé

Polling - Es wird keinen Sendemast geben.  Die Telekom“ machte einen  Rückzieher, nachdem auch das Landratsamt das Vorhaben abgelehnt hatte.

Vom Tisch sind die Pläne für den umstrittenen Sendemast, den die „Deutsche Funkturm GmbH“ am Prälatenweg zwischen Polling und Weilheim errichten wollte. Das gab Felicitas Betz, Bürgermeisterin von Polling, bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag bekannt.

Gegen den Gittermasten, der laut Landratsamt eine Höhe von 36,9 Meter haben sollte, hatte sich zunächst der Gemeinderat Polling ausgesprochen – auch wenn sich die Anlage aus baurechtlichen Gründen eigentlich nicht ablehnen ließ. Das Gremium fürchtete eine Verschandelung der Gegend. Der Mast hätte die Sicht auf den Kirchturm von Polling behindert, so Betz. „Wir wollten ihn aus Denkmalschutzgründen nicht.“

Die Anlage war zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung an der Staatsstraße Weilheim-Peißenberg und an der B 2 sowie im Süden Weilheims und im Norden Pollings gedacht. Sie hätte auf Höhe der der neuen Abbiegespur an der Staatsstraße in den Himmel ragen sollen, so die Pläne.

Mit seinem Votum konnte der Gemeinderat Polling den Mast nicht verhindern. Es kam auf das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde an, das Stellungnahmen von verschiedenen Stellen einholte. Die Behörde lehnte den Mast dann ebenfalls ab, wie Betz gegenüber dieser Zeitung erklärte.

Daraufhin reichte die „Deutsche Funkturm GmbH“, eine Tochter der „Deutschen Telekom“, Klage beim Verwaltungsgericht ein. Das Landratsamt hätte vor Gericht Stellung beziehen müssen. Die Gemeinde Polling hätte laut Betz als Zeuge auftreten sollen.

Soweit kam es nun aber nicht. Die „Deutsche Funkturm GmbH“ habe die Klage zurückgezogen, „da der Standort nicht mehr weiterverfolgt wird“, sagte Pollings Bürgermeisterin. Und das ist aus ihrer Sicht „sehr erfreulich“.

Rubriklistenbild: © dpa

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