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Die Bauabschnitte bei der Umfahrung Hohenpeißenberg: Als nächstes kommt Los 8 dran. Dort werden einige Altlasten im Boden erwartet.

Schwierige Bauarbeiten stehen noch bevor

Umfahrung soll im Sommer 2017 fertig sein

Hohenpeißenberg - Viele warten sehnlichst auf die Umfahrung Hohenpeißenberg - Autofahrer ebenso wie Anwohner der Ortsdurchfahrt. Im Sommer 2017 könnte sie fertig sein.

Im Januar wollte sich beim Staatlichen Bauamt Weilheim noch keiner so recht einen Zeitpunkt entlocken lassen, wann denn nun die Ortsumfahrung Hohenpeißenberg fertig wird. Beim Ortstermin am Montag aber, bei dem auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dabei war, wurde Amtsleiter Michael Kordon nun doch konkret: Die 5,5 Kilometer lange Straße soll bis zu den Sommerferien 2017 für den Verkehr freigegeben sein – und die beginnen am 29. Juli.

Beim Ortstermin: Alois Stapf (Bauleiter Staatliches Bauamt), Georg Kees (Geschäftsführer der Firma „Schneider“), Bürgermeister Thomas Dorsch, Michael Kordon (Amtsleiter Staatliches Bauamt), Landtagsabgeordneter Harald Kühn und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. 

„Damit haben wir noch ein Jahr, das sollte drin sein“, sagte Kordon im Gespräch mit der Heimatzeitung. Er gab aber auch zu, dass noch schwierige Arbeiten bevorstehen, die den Plan durchkreuzen können. Denn nun kommt der Abschnitt südlich des Bahnhofs dran. Und was da im Boden schlummert, ist noch unklar. Zum einen rechnet Kordon mit belastetem Boden vom ehemaligen Bergbau – der aber könne südlich der Trasse gelagert werden. Größere Sorgen bereitet ihm etwas anderes: „Wir haben Kenntnis bekommen, dass dort auch mal eine Müllhalde gewesen ist.“ Was dabei zu Tage gefördert und womöglich teuer entsorgt werden muss, ist unklar. „Da ist Spannung drin.“ Mit dem Wissen und den entsprechenden Vorbereitungen glaubt Kordon aber, „für alle Eventualitäten gewappnet zu sein“.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Verzögerungen beim Bau gekommen – zum Beispiel durch Hangrutsche. Und zuletzt ging es auch langsamer als geplant voran, weil die Arbeiter den Baustellenverkehr aus Hohenpeißenberg heraushalten wollten. Deshalb wurden Behelfsstraßen gebaut, zudem konnte nicht an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet werden – um den Hohenpeißenbergern den Lärm und Dreck der massiven Erdbewegungen zu ersparen, „bauen wir eben lieber ein wenig länger“, sagte Kordon.

Nicht vorhergesehen war allerdings die Verzögerung Ende Mai und Anfang Juni, als es zu heftigen Niederschlägen kam. „Wir hatten durch den Regen ganz starke Böschungsrutschungen“, berichtete Kordon. Mit 2500 Tonnen Steinschüttungen wurden die Böschungen wieder in Ordnung gebracht – das warf die Arbeiten allerdings zeitlich etwa drei Monate zurück. Zudem kostete es zusätzlich Geld.

Ursprünglich waren 35 Millionen Euro für das Großprojekt kalkuliert worden. Kordon geht mittlerweile von rund 40 Millionen aus, die benötigt werden. „Ich bin noch ganz zufrieden damit“, sagt er. Die Mehrkosten resultieren nicht nur aus Verzögerungen und Problemen, sondern auch daraus, dass die Straße anders gebaut wird als eigentlich geplant – während des Baus wurde entschieden, nicht nur einen kleinen Teil, sondern fast die gesamte Strecke mit drei statt zwei Fahrstreifen zu versehen und damit genügend Überholmöglichkeiten zu schaffen. „Das ist eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.“

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