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Gewählt: Der Vorstand des Skigaus Werdenfels geht nahezu unverändert in die nächste Periode. Neu ist lediglich Alpin-Sportwart Jens Weigelt. Das Team: (von links) Peter Schuster, Steffi Schauer, Jens Weigelt, Alfred Kröll, Thomas Staubitzer, Georg Werkmeister und Fritz Dopfer.

Ski Alpin

Fritz Dopfer sen. bleibt Skigau-Chef

Landkreis - Fritz Dopfer sen. führt weiter den Skigau Werdenfels an. Ein Augenmerk liegt auf der Disziplin "Snowboard". 

„Guad schaust aus“ – ein Satz, der im Gasthof am Mohrenplatz sehr oft fiel. Die Gäste richteten ihn an Fritz Dopfer. Nicht ohne Grund. Der Vorsitzende des Skigaus Werdenfels hat eine harte Zeit hinter sich, eine schwere Herz-Operation aber gut überstanden. Das viele Händeschütteln und die netten Worte taten Dopfer gut. Strahlend eröffnete er ein paar Minuten später die Versammlung des Skigaus Werdenfels. „Die Wiedersehensfreude ist so groß“, stellte der Schongauer klar, der nun in seine siebte Periode als Chef der Wintersport-Vereine in der Region geht. Da er „gesundheitlich fast wieder der Alte“ ist, stellte er sich auch wieder zur Verfügung für das Amt als Gau-Vorsitzender. 100 Prozent Zustimmung gab’s für ihn.

Einstimmig – so fielen alle Wahlgänge aus. Jedenfalls dann, wenn es einen Kandidaten gab. Denn einen Schriftführer suchen die Werdenfelser noch immer. An diesem Abend fanden sie keinen. Auch als Wahlleiter Peter Fischer, Chef des SC Garmisch, eindringlich appellierte. Half nichts. Kommissarisch wird’s wohl Peter Schuster machen, der weiterhin als Schatzmeister fungiert. „Aber nur noch für zwei Jahre“, kündigte er an. „Denn beim nächsten Mal steht vor meinem Alter eine 8. Und ich möchte nicht wieder in der Zeitung lesen, dass ich nicht ,Nein‘ sagen kann.“ Ein runder Geburtstag nähert sich beim Grainauer Urgestein. Genauso ist es bei Dopfer. Den baldigen 70er nutzt auch er, um den Abgang in den Raum zu stellen: „In zwei Jahren bekommt ein Nachfolger die Chance.“

Die Wahlen stellten heuer also noch kein großes Problem dar. Ruckzuck waren sie über die Bühne gebracht. So konnten sich die Vereinsvertreter – 26 von 51 Klubs waren anwesend – mit anderen Themen beschäftigen. Dopfer stellte in seinem Bericht eine Zahl in den Mittelpunkt: 3673. Die Summe der Teilnehmer an den Wettkämpfen der Gau-Rennserien – im Langlaufen wie auch im Alpin-Bereich. „Diese Zahl ist ein Gradmesser für unsere Leistungsfähigkeit, sie ist der Grundstock für unsere erfolgreiche Nachwuchsarbeit“, betonte Dopfer – und merkte eines sofort an: „Dafür seid ihr Vereine verantwortlich. Der Gau allein schafft gar nichts, wir geben nur Strukturen vor. Wenn sie die Vereine nicht annehmen, passiert nichts.“

Eine freudige Nachricht hatte Dopfer für alle Snowboard-Fans. Die Sportart lebt im Gau wieder auf. „Wir haben zwei hervorragende Trainer, die von selbst an uns herangetreten sind.“ Sebastian Schwerdt und Nina Bockhorni leisten bereits seit einiger Zeit wertvolle Arbeit – bisher allerdings ohne Unterstützung des Gaus. „Wir wollen Kindern weiterhin ein wöchentliches Training anbieten“, nannte Bockhorni den Hintergrund für das Engagement. „Kinder, die Spaß am Snowboarden haben, sollen Unterstützung bekommen, und wir wollen sie auch an den Leistungssport heranführen, wenn sie das machen möchten.“ In dieser Hinsicht haben die beiden neuen Gau-Referenten auch namhafte Hilfe bekommen. So trainiert zum Beispiel der ehemalige Snowboard-Profi André Kuhlmann künftig die älteren Talente. Erste Erfolge sind laut Dopfer schon erkennbar. „Immerhin fünf Vereine im Gau betreiben wieder aktiv Snowboard.“ Der Vorsitzende sagt den Verantwortlichen in jedem Fall finanzielle Unterstützung zu.

Ein Thema brannte Dopfer am Ende noch auf der Seele: Als einer der Vizepräsidenten im Bayerischen Skiverband wollte er den Gau-Mitgliedern nicht verschweigen, dass eine Beitragserhöhung die Runde macht. Dopfer habe sich im Präsidium klar positioniert. „Ich bin strikt dagegen, da müssen andere Wege gefunden werden, als sich das Geld von den kleinen Vereinen zu holen.“ Der BSV sei ein Riese, der dann eben im Marketing mehr tun müssen. Dopfers Kämpferherz, es schlägt schon immer voller Elan.

Wahlen

Vorsitzender: Fritz Dopfer. Zweiter Vorsitzender: Georg Werkmeister. Schatzmeister: Peter Schuster.Schriftführer: nicht besetzt. Sportwart alpin: Jens Weigelt (für Falk Donnerstag). Sportwart Biathlon: Alfred Kröll. Sportwart nordisch: Steffi Schauer. Lehrwesen: Michael Leopold. Kampfrichter: Thomas Staubitzer. Kassenprüfer: Andreas Fischer/Christoph Scheck. 

Geehrt für Verdienste um den Skigau Werdenfels: Annett Hofmann (SC Murnau), Falk Donnerstag (TSV Tutzing), Herbert Schwarz(SC Eibsee Grainau).

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