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Bei der roten Markierung könnte sich die „Bayerische Eisenbahngesellschaft“ (BEG) den Bahnsteig für einen Haltepunkt „Weilheim-Süd“ vorstellen. Dann bräuchte es zur Anbindung des Trifthofs aber eine Unterführung, die die Stadt bezahlen müsste. Einen Bahnsteig zwischen den Gleisen, wie von der Stadt gewünscht, lehnt die BEG ab.

Weilheim

Bahn-Halt „Weilheim-Süd“ ist passé

Weilheim - Auf der Bahnstrecke Weilheim-Schongau wird es keinen Haltepunkt „Weilheim-Süd“ geben.

Noch im Februar hatte sich die Bauausschuss-Mehrheit nach langer Diskussion für den von Deutscher Bahn und Freistaat Bayern im Rahmen der "Stations-Offensive Bayern" angeboteten Haltepunkt südlich des Bahnübergangs Geistbühelstraße ausgesprochen (wir berichteten). Als Bedingung wurde formuliert, dass das Gewerbegebiet Trifthof angebunden sein und der Bahnsteig zwischen den Gleisen der Bahnlinien Weilheim-Schongau und Weilheim-Garmisch liegen müsse.

Doch Letzteres hat die „Bayerische Eisenbahngesellschaft“ (BEG) nun abgelehnt. In einer Stellungnahme per E-Mail vom 28. Juni heißt es, diese Variante sei aus Gründen der Sicherheit „nicht genehmigungsfähig“ und könne „leider nicht weiterverfolgt werden“. Die Stadt müsse sich stattdessen entscheiden, ob sie nun die bei einem Ortstermin im Juni 2015 „gemeinsam abgestimmte Lösung“ mit einem Bahnsteig westlich der Gleise Weilheim-Schongau - also zur Au hin - wolle.

Und das will sie nicht, so das einstimmige Votum am gestrigen Dienstag im Bauausschuss des Stadtrates. Denn bei dieser Lösung müsste die Stadt eine Unterführung zum Trifthof hin bauen und finanzieren - was laut BfW-Sprecher und Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl etwa eine Million Euro kosten würde: „Das ist eine Ausgabe, die wir uns momentan nicht leisten können, dafür ist das Projekt dann doch nicht wichtig genug.“

Alle anderen Stadträte im Ausschuss sahen es genauso: Wenn die Variante mit dem Bahnsteig zwischen den Bahnlinien nicht machbar sei, so der Tenor, dann sei dieser Haltepunkt gestorben. Klaus Gast (CSU) betonte, dass auch „die Schulen“ einen solchen nicht für nötig hielten.

Bitter enttäuscht ist dagegen der Weilheimer Norbert Moy, der als Regionalvorsitzender der Fahrgastvereinigung „Pro Bahn“ bei den Stadträten massiv für das Projekt geworben hatte. Die Vorgehensweise der BEG hält Moy für „fragwürdig“, die sicherheitstechnischen Gründe, mit der diese den Bahnsteig zwischen den Gleisen ablehne, für „vorgeschoben“ und nicht ausreichend begründet.

Der „Pro Bahn“-Vertreter bemängelt, dass die BEG dem Stadtrat keine „belastbare Vorlage“ geliefert und auch für die von ihr bevorzugte Lösung (Unterführung oder Steg) weder eine Kostenschätzung noch ein Konzept vorgelegt habe.

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