Bürgerversammlung in Unterhausen

Nur eine einzige Wortmeldung

Unterhausen - Nur eine  Wortmeldung gab es bei der Bürgerversammlung in Unterhausen. Rathauschef Markus Loth berichtete von der Weilheimer Umfahrung.

Im Weilheimer Stadtteil Unterhausen ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest machte es in der Bürgerversammlung am Montagabend im Sportheim den Eindruck: Es gab nur eine Wortmeldung, nachdem Bürgermeister Markus Loth seinen Rechenschaftsbericht beendet hatte. Vor rund 70 Anwesenden, darunter vielen Stadträten berichtete der Rathauschef, was sich im vergangenen Jahr so alles ereignete.

Die eine Wortmeldung war ein Bürger, der sich über die Lärmbelästigung durch einen Pfeifton, der aus Richtung der Kläranlage komme, beklagte. „Es pfeift bis Mitternacht jede dreiviertel Stunde. Der Ton ist durchdringend und laut.“ Nicht nur er, sondern auch einige seiner Nachbarn würden durch den Pfeifton gestört, berichtete der Mann. Der Bürgermeister versprach, dass die Stadt sich dieses Problems annehmen werde. „Wir müssen das lokalisieren und abstellen“, so Loth.

Zuvor hatte er über die Entwicklung der Stadt und in den Ortsteilen berichtet und auch ein Thema angesprochen, bei dem sich nach langem Stillstand wieder etwas bewegt: die Weilheimer Umgehung. „Im März erhielten wir die gute Nachricht, dass die Umfahrung im Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf ist.“ Der Plan solle Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres beschlossen werden, danach würden alle in Frage kommenden Trassen geprüft. Erst dann müsse die Entscheidung für eine der möglichen Umfahrungsvarianten fallen, so Loth. „Sich für eine Trasse zu entscheiden, das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Thema“, sagte der Bürgermeister.

Dennoch bewegt sich in der Weilheimer Bevölkerung in Sachen „Umgehungsstraße“ etwas: Gegner des Verkehrsprojekts haben die Bürgerinitiative „Heimat2030“ gegründet. Ihr Ziel ist es laut Homepage, eine Umfahrung zu verhindern – durch die Natur und Landschaft um Weilheim beeinträchtigt und beschädigt würden. Stattdessen solle eine „für alle Weilheimer Bürger (und die angrenzenden Gemeinden) stimmige Lösung“ gefunden werden, die einerseits dem Bedarf gerecht werde und andererseits so wenig Naturzerstörung wie möglich bedeutete. Am morgigen Donnerstag befasst sich die Weilheimer FDP bei einer Informationsveranstaltung ebenfalls mit dem Thema und möglichen Bauvarianten.

Kathrin Hauser

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