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Verwahrlost ist die Erlebnisgolf-Anlage inzwischen, gespielt wird kaum mehr.

Aus für Erlebnisgolf

Weilheim - Die Stadt Weilheim gibt 4000 Euro für die Anlage aus, die 2015 nur noch von zehn Spielern genutzt wurde

Mit knapp 110 Euro subventioniert der Freistaat Bayern jede Karte für die Staatsoper in München. 110 Euro - darüber kann die Stadt Weilheim nur lachen: Sie hat für das Jahr 2016 Ausgaben in Höhe von 4000 Euro für die Erlebnisgolf-Anlage am Narbonner Ring vorgesehen. Bei gerade einmal zehn Spielern wie im Jahr 2015 ist das ein Zuschuss von rund 400 Euro pro Karte. Doch jetzt ist Schluss mit lustig: Der Bauausschuss des Stadtrates beschloss angesichts dieser Zahlen in seiner Mai-Sitzung die Anlage zu schließen. Die 4000 Euro teilten sich wie folgt auf: 3000 Euro mussten an die Stadtwerke für das Rasenmähen bezahlt werden, 1000 Euro gingen laut Manfred Stork, Leiter der städtischen Bauverwaltung, an den Tennisclub für die Ausgabe der Schläger.

Mit der Schließung der Anlage findet die Geschichte des Erlebnisgolf-Platzes in Weilheim ein Ende. Sie begann im Jahr 2008 mit der Suche nach einem geeigneten Standort und fand mit der Einweihung des Platzes im August 2010 ihren Höhepunkt. Gebaut wurde er von Teilnehmern des Kurses „Aktiv für Arbeit“ des bfz Weilheim, des Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft.

Die Erlebnisgolf-Anlage wird laut Stork im Grunde von der Stadt betrieben, wobei sich ursprünglich die Initiatoren des bfz bereiterklärt hätten, den laufenden Unterhalt mit kleineren Reparaturen und dem wöchentlichen Mähen zu übernehmen.

In den ersten Jahren sei die Anlage gut angenommen worden, so Stork in der Ausschuss-Sitzung. 2010 lagen die Einnahmen demnach bei 460 Euro und 2011 bei 550 Euro. Doch dann seien die Bahnen heruntergekommen und die Spieler ausgeblieben, mit dem Negativrekord von zehn Spielern im Jahr 2015. „Der Platz dümpelt so vor sich in“, sagte Bürgermeister Markus Loth.

Minigolf statt Erlebnisgolf: Diesen Vorschlag brachte SPD-Stadtrat Gerhard Trautinger ins Spiel, doch die Stadträte winkten durch die Bank ab. Das Stadtbauamt hatte bei den Stadtwerken nachgefragt, wie sich eine Aufwertung und der weitere Unterhalt der Anlage durch die Stadt stemmen ließen, diese Kostenermittlung wurde aber nicht öffentlich bekanntgegeben, sie lag lediglich den Stadträten vor. Loth bezifferte die Kosten für einen Minigolfplatz vage auf einen „hohen fünfstelligen Betrag“. Bis auf Trautinger stimmten alle Ausschussmitglieder für das Aus des Golfplatzes.

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