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Die Statue des heiligen Florian wurde beim ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche gesegnet. Sie erinnert an einen Einsatz der Weilheimer Wehr in St. Peter in München.

Freiwillige Feuerwehr Weilheim feierte ihr 140-jähriges Bestehen

Beim dritten Anlauf klappte die Gründung

Weilheim - Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihr 140-jähriges Bestehen. Das Feuerlöschwesen in Weilheim ist jedoch viel älter.

Die Stadtkapelle führte den langen Zug der Weilheimer Feuerwehr und ihrer Gäste von der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt über das Bürgerheim (im Bild) zur Stadthalle an.

 „Sie sind bestimmt viel älter“, so Karl-Heinz Grehl, „damals wurde nur ein Papier ausgefüllt.“ So würdigte der stellvertretende Landrat am Samstagabend bei der 140-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim die Leistung aller Feuerwehrleute: „Sie zeigen damit die höchste Form sozialer Kompetenz für das Gemeinwohl.“

Die Feuerwehr in ihrer heutigen Form hätte laut Festredner Dr. Joachim Heberlein auch schon ein größeres Jubiläum feiern können, wenn die ersten Bestrebungen von Weilheimer Bürgern, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen, Erfolg gehabt hätten. Zweimal sei ein Anlauf unternommen worden, der jedoch am Widerstand oder an der Untätigkeit der Behörden gescheitert sei. „Gottes Mühlen mahlen langsam, die Weilheimer noch langsamer“, kommentierte der Historiker das damalige Verhalten der Stadt in seinem Festvortrag, den er am Samstag vor den rund 400 Gästen des Feuerwehrfests in der Stadthalle hielt.

Dafür war die Wehr gleich von Anfang an sehr stark. 150 Männer meldeten sich, laut Heberlein hatte die Wehr „eine respektable Größe“ für die damals rund 3200 Einwohner zählende Stadt. Anders als heute musste die Freiwillige Feuerwehr ihre Gerätschaften selbst bezahlen. 180 außerordentliche Mitglieder erbrachten mit frei gewählten Monatsbeiträgen, die oft in Pfennigen angegeben waren, die finanzielle Grundlage. Für ihre Grundausstattung beantragte die Wehr 2500 Mark von der Stadt. Sie erhielt das Geld mit Hinweis zur sparsamen Verwendung. „Ad multos annos – noch viele, viele Jahre“, wünschte Heberlein der Wehr zum Ende der Rede.

Im Laufe der Jahre wurde die Ausstattung der Feuerwehren immer besser, wie Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta berichtete. Allerdings habe er 1978 noch mit Gummistiefeln angefangen, die nicht richtig passten. Und bei Einsätzen im Winter seien kalte Zehen die Normalität gewesen.

Zum Geburtstag erhielt die Wehr eine Kopie einer Figur des heiligen Florian aus St. Peter in München, die in einem ökumenischen Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirchen gesegnet wurde. Sie erinnert an einen Einsatz, bei dem Weilheimer Feuerwehrleute halfen, den Brand im Turm der Kirche zu löschen.

Alfred Schubert

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